Champions League

Pep Guardiola muss in der Champions League liefern

Er muss liefern: City-Trainer Pep Guardiola.

Er muss liefern: City-Trainer Pep Guardiola.

Foto: Getty

Manchester  Der Trainer von Manchester City weiß selbst, dass er am Abschneiden in der Königsklasse beurteilt wird. Sein Team ist mal wieder Favorit.

Manchester City hatte gerade Historisches vollbracht, doch Pep Guardiola wusste, dass das nicht genug ist. Die Mannschaft hatte gerade das Finale des FA-Cups gewonnen an diesem 18. Mai, 6:0 gegen den FC Watford, und damit als erster Verein im englischen Männerfußball das nationale Triple aus Meisterschaft und den beiden Pokal-Wettbewerben eingefahren. Der Trainer aus Katalonien hat sich natürlich gefreut über diesen Dreierpack, das schon, doch ihm war auch klar, dass sein Wirken auf der Insel erst als vollkommen erachtet wird, wenn er einen anderen Titel holt: “Ich weiß, dass ich am Ende danach beurteilt werde, ob wir die Champions League gewinnen”, sagte Guardiola.

Zweimal hat er die bedeutendste Trophäe des internationalen Klubfußballs gewonnen, 2009 und 2011 mit dem FC Barcelona. Bei seinen anderen Stationen ist er danach immer wieder in dem Wettbewerb gescheitert, dreimal mit dem FC Bayern, jeweils im Halbfinale, und dreimal mit Manchester City, einmal im Achtelfinale und zweimal im Viertelfinale. In seiner Obsession für den Wettbewerb vercoachte sich Guardiola zum Teil heftig.

Am Mittwoch gegen Donezk

Die neue Saison in der Königsklasse, die für Manchester City an diesem Mittwoch bei Schachtjor Donezk (21 Uhr/DAZN) beginnt, bietet die Chance für Guardiola, sich mit dem Turnier zu versöhnen und die „Citizens“ zu dem Titel zu führen, für den ihn die Besitzer aus Abu Dhabi in erster Linie verpflichtet haben. Vielleicht ist es sogar die letzte Chance, sollte die europäische Fußballunion den Klub ab der kommenden Spielzeit wirklich wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay aus dem Wettbewerb ausschließen.

Liverpools Klopp lobt Manchester City

Der englische Meister geht als einer der Favoriten in den Wettbewerb, wieder einmal. Für Jürgen Klopp, den Trainer des amtierenden Champions-League-Siegers FC Liverpool, ist Guardiolas Team sogar “die beste Mannschaft der Welt”, wie er gerade bekundet hat. Klopp vertritt damit eine Auffassung, die viele Fachleute teilen. Beziehungsweise: geteilt hatten, bis zum Wochenende. Manchester Citys sensationelle 2:3-Niederlage bei Aufsteiger Norwich City hat eine Grundsatz-Debatte über die Qualität von Guardiolas Abwehr ausgelöst.

Abwehrchef Laporte fällt lange aus

Den langjährigen Kapitän Vincent Kompany hat der Verein gerade zum RSC Anderlecht verabschiedet, Abwehrchef Aymeric Laporte, Anfang 2018 für 65 Millionen Euro aus Bilbao übernommen, fällt mindestens den Rest des Jahres mit einer Knieverletzung aus. In Norwich bildeten John Stones und Nicolás Otamendi die Innenverteidigung und zeigten, warum Guardiola diese Kombination in den anderthalb Jahren zuvor insgesamt nur sechs Mal von Beginn an aufgeboten hatte. Stones und Otamendi wurden mehrfach düpiert und machten sich beim dritten Gegentor durch Teemu Pukki zum Gespött. Der Trainer sicherte ihnen hinterher dennoch sein Vertrauen zu. Was sollte er auch machen? Andere Innenverteidiger hat er nicht.

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