„Polen ist von Robert Lewandowski abhängig“

.   Wenn Polen an diesem Dienstag (17 Uhr/ZDF) auf Senegal trifft, dann werden auch zwei Wattenscheider Legenden mit ihren Heimatländern fiebern. Marek Lesniak und Souleymané Sané bildeten in den 1990er-Jahren ein kongeniales Angriffsduo bei der SG Wattenscheid 09 in der Bundesliga.

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Wenn Polen an diesem Dienstag (17 Uhr/ZDF) auf Senegal trifft, dann werden auch zwei Wattenscheider Legenden mit ihren Heimatländern fiebern. Marek Lesniak und Souleymané Sané bildeten in den 1990er-Jahren ein kongeniales Angriffsduo bei der SG Wattenscheid 09 in der Bundesliga.

Während „Samy“ Sané noch heute in Wattenscheid lebt und als Scout für eine Spielerberater-Agentur arbeitet, ist Lesniak in Gummersbach heimisch geworden. Der Rasen spielt für ihn nach wie vor eine Rolle: Der 20-malige polnische Nationalspieler hat eine eigene Landschaftsgärtnerei. Wir haben mit dem 213-maligen Bundesligaspieler (41 Tore, 42 Vorlagen), der auch für Bayer Leverkusen, Bayer Uerdingen und TSV 1860 München am Ball war, vor dem Auftaktspiel der Polen gegen Senegal gesprochen.

Marek Lesniak, machen Sie sich um die deutsche Nationalmannschaft Sorgen?

(lacht) Warum soll ich das tun? Ich sorge mich um Polen. Im Ernst: Deutschland hat gegen Mexiko schlecht gespielt, aber wird Schweden und Südkorea schlagen und wie gewohnt mindestens ins Halbfinale einziehen. Da brauchen sich die Fans keine Sorgen zu machen.

Und Polen?

Ja, das ist eine andere Geschichte. Wir haben eine sehr schwere Gruppe erwischt. Wenn wir weiterkommen, wäre das schon ein Erfolg. Ich bin da Realist und will mich auch nicht selbst belügen. Wir haben eine ordentliche Mannschaft. Aber vieles hängt von Robert Lewandowski ab.

Ist Polen denn mittlerweile nicht mehr als nur Lewandowski?

Er ist der Anführer, die Lokomotive. Polen ist von Lewandowski abhängig. Ich bin mir sicher: Wenn er gut spielt und trifft, dann sieht es auch für uns als Mannschaft gut aus. Falls es bei Robert nicht läuft, bekommen wir Probleme.

Vielleicht schon zum Auftakt gegen den Senegal...

Afrikanische Mannschaften sind immer sehr unbequem. Sie sind laufstark, kraftvoll und sehr, sehr stark. Diese erste Partie ist ein Schlüsselspiel. Wir müssen gewinnen, damit wir nicht schon am Sonntag gegen Kolumbien gewaltig unter Druck stehen.

Verbinden Sie mit dem Senegal eigentlich eine bestimmte Person?

(lacht) Ja, Sie meinen bestimmt Samy. Das waren schöne Zeiten in Wattenscheid. Aber ganz ehrlich: Ich habe ihn bestimmt schon seit 20 Jahren nicht mehr gesehen.

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