RWO

Raphael Steinmetz will seine zweite Chance bei RWO nutzen

Raphael Steinmetz im Test gegen den Leverkusener Tin Jedvaj. Der RWO-Stürmer will in der Rückrunde noch einmal richtig angreifen.

Raphael Steinmetz im Test gegen den Leverkusener Tin Jedvaj. Der RWO-Stürmer will in der Rückrunde noch einmal richtig angreifen.

Foto: Jörg Schüler/imago

Oberhausen.   Raphael Steinmetz ist vom Wuppertaler SV zu Rot-Weiß Oberhausen zurückgekommen. Der Angreifer hat sich viel vorgenommen- nicht nur für das Niederrheinpokal-Viertelfinale am Sonntag beim KFC Uerdingen.

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Die Szene mag Symbolkraft für die Chancenverwertung der Rot-Weißen im Allgemeinen gehabt haben. Für Raphael Steinmetz hingegen war sie ungewöhnlich. Im Testspiel bei Bayer Leverkusen bekam er den Ball durchgesteckt, löste sich genau im richtigen Moment und stürmte allein auf Torwart Ramazan Özcan zu – und vergab den Hundertprozenter überhastet. Ungewöhnlich, denn nicht nur sein Trainer Mike Terranova bescheinigt dem Heimkehrer „den besten Abschluss vor dem Tor“ in seiner Truppe. Er braucht im Regelfall die wenigsten Versuche, um auf Zählbares zu kommen.

Vielleicht ist er ein wenig aus der Übung, denn nach dem sechsmonatigen Wuppertal-Missverständnis ist er erst seit zwei Wochen wieder voll im Training. Aber da die Gespräche mit RWO seit einigen Wochen liefen, hielt er sich ständig fit, mit dem Ziel vor Augen, im Stadion Niederrhein aufzulaufen. Das motiviert ihn als Rot-Weißer im Herzen natürlich.

Beste Bedingungen am RWO-Leistungszentrum

Der 23-Jährige sieht sich im Soll: „Ich bin fit und vor allem froh, dass ich wieder hier bin.“ Das Intermezzo in Wuppertal endete für beide Seiten enttäuschend. Für den WSV, weil der sich von Steinmetz mehr Tor erhofft hatte und dass er RWO mental loslassen könnte. Für ihn, weil er seinen Lieblingsverein eben nicht loslassen konnte, nie in Wuppertal ankam und dann bald kalt gestellt wurde. „Dort ist es schon anders als hier bei uns“, sagt er im Rückblick im Gespräch nach dem Testspiel beim VfB Homberg

Und lobt das Stadion, die guten Trainingsbedingungen am Leistungszentrum und die gute Betreuung durch engagierte Rot-Weiße auf allen Ebenen. „Es macht einfach Spaß hier“, sagt er. Und lobt auch die Philosophie, mit der in Oberhausen Fußball gespielt wird. „In Wuppertal war viel auf lange Bälle ausgelegt, hier wird richtig an Kombinationen gearbeitet, damit Fußball gespielt wird und nicht nur Langholz kommt. Deswegen mache ich das. Ich will Spaß beim Zocken haben.“

In Homberg agierte er hinter der Spitze Philipp Gödde, zeigte gute Ansätze, ließ aber Gefährlichkeit vermissen. „Da muss man aber auch sehen, dass hier eine komplette Sturmreihe weggebrochen ist“, sagt er in Erinnerung an die starke Reihe mit ihm, Simon Engelmann und David Jansen. Die drei ergänzten sich zu einer bärenstarken Offensive. „Dort wollen wir hier auch hin kommen, das Potenzial ist auf jeden Fall da.“ So fordert nicht nur er Geduld, sondern auch Trainer Terranova und der sportliche Leiter Jörn Nowak. Der erinnert: „Simon Engelmann wurden nach seiner ersten Hinrunde als Fehleinkauf abgetan. Danach wurde er unser bester Torschütze.“

Steinmetz sieht Oberhausener auf einem guten Weg

„Wir haben hier wirklich viel Klasse und eine prima Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern“, sieht Steinmetz die Kleeblätter auf einem guten Weg. Verletzungspech bei Leistungsträgern wie Robert Fleßers, Yannik Löhden, Gödde oder Patrick Bauder hätte in der Hinrunde dazu geführt, dass viel zu oft umgebaut werden musste und die Truppe sich eigentlich nie finden konnte. Zudem fehlte mit genannten Spielern die eigentliche Achse des Spiels, so dass auch die anderen Positionen nicht locker auftraten.

„Ich bin sicher, dass wir eine starke Rückrunde spielen“, sagt Steinmetz und nennt als Nahziel zunächst das Pokalspiel beim KFC Uerdingen. „Ich weiß, dass wir es drauf haben, dort zu gewinnen“, gibt sich der Angreifer für sein Herzensteam optimistisch.

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