Ringen

Ringer ziehen positives WM-Fazit - Öhler schwerverletzt

Zufrieden mit der WM: Jannis Zamanduridis, Sportdirektor des Deutschen Ringer-Bundes.

Zufrieden mit der WM: Jannis Zamanduridis, Sportdirektor des Deutschen Ringer-Bundes.

Foto: dpa

Oslo. Der Deutsche Ringer-Bund (DRB) hat ein positives Fazit der am Sonntag zu Ende gegangenen Weltmeisterschaften in Oslo gezogen.

"Vier Medaillen sind ein Riesenerfolg für uns", sagte Sportdirektor Jannis Zamanduridis der Deutschen Presse-Agentur. "Vor allem zeigen sie, dass wir auch nach den Rücktritten von Frank Stäbler und Aline Rotter-Focken international gut gerüstet sind. Schließlich war die WM letztlich doch besser besetzt als erwartet."

Olympiasiegerin Rotter-Focken und Dreifach-Weltmeister Stäbler hatten ihre Karrieren nach den Spielen in Japan im Sommer beendet. In Norwegen schickte der DRB eine Art Perspektivteam an den Start. Anna Schell war die einzige Athletin, die zuvor auch in Tokio dabei war. Umso überraschender war es, dass die deutsche Riege nun genauso viele Medaillen holte wie bei der vorangegangenen WM 2019 in Nur-Sultan.

Insgesamt vier Medaillen für Deutschland

Nina Hemmer gewann Silber in der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm der Frauen, Schell (Klasse bis 72 Kilogramm) und Griechisch-römisch-Ass Roland Schwarz (bis 77 kg) erkämpften Bronze. Auch Horst Lehr (bis 57 kg) wurde Dritter und holte somit die erste WM-Medaille für die deutschen Freistil-Männer seit 22 Jahren. "Das freut mich besonders", sagte Zamanduridis. "Endlich konnten auch die Freistiler bei einer WM ein messbares Ergebnis ihrer zuletzt guten Entwicklung vorlegen."

Überschattet wurde das Schlusswochenende von der schweren Verletzung von Peter Öhler. Der Greco-Athlet erlitt bei seiner Niederlage im Bronze-Kampf der 97-Kilo-Klasse eine Sprunggelenkfraktur und wird lange ausfallen. Deniz Menekse (bis 63 kg) verlor am Sonntag in der Hoffnungsrunde. Die positive Gesamtbilanz trübte das aber nicht mehr.

© dpa-infocom, dpa:211010-99-548245/2

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