Flaschenwurf

Skandal in Frankreich: Lyon - Marseille nach Flaschenwurf abgebrochen

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Marseille-Star Dimitri Payet liegt auf dem Boden, nachdem er von einer Flasche am Kopf getroffen wurde.

Marseille-Star Dimitri Payet liegt auf dem Boden, nachdem er von einer Flasche am Kopf getroffen wurde.

Foto: AFP

Lyon.  Schlimme Szenen im französischen Fußball. Das Spiel zwischen Olympique Lyon und Olympique Marseille ist am Sonntagabend abgebrochen worden.

Im französischem Fußball hat das Fehlverhalten von Zuschauern erneut zu Konsequenzen geführt. Nach dem der französische Nationalspieler Dimitri Payet durch den Wurf einer vollen Wasserflasche am Kopf getroffen wurde, wurde die Partie zwischen Olympique Lyon und Olympique Marseille am Sonntagabend zunächst unterbrochen und nach fast zwei Stunden schließlich ganz abgesagt.

Marseille-Profi Payet "Ziel diskriminierender Beleidigungen"

Der Verband der französischen Ligue 1 (LFP) verurteilte die Vorkommnisse in einer Pressemitteilung „aufs Schärfste“. Payet ist demnach auch „Ziel diskriminierender Beleidigungen“ geworden. In einer Zeit, in der die Liga wieder Attraktivität gewinne, „zerstören diese wiederholten schwerwiegenden Vorfälle das Image der Meisterschaft in Frankreich und international“, hieß es.

Marseilles Mittelfeldspieler Payet wollte in der 4. Spielminute einen Eckball von der linken Seite ausführen, als den 34-Jährigen die Flasche hinter dem linken Ohr traf. Schon vor der Ecke war das Spiel kurz unterbrochen, weil die Lyon-Fans dort Gegenstände in Richtung Spielfeld geworfen hatten. Anschließend schickte der Schiedsrichter beide Mannschaften in die Kabinen. Nach Informationen des Streamingdienstes DAZN wurde der Werfer identifiziert und anschließend von Sicherheitskräften aus dem Zuschauerblock geholt.

Nach mehr als einer Stunde kamen die Spieler zum Aufwärmen auf den Platz zurück. Medien berichteten von Unverständnis bei einigen Profis über die Entscheidung, dass die Begegnung fortgesetzt werden sollte - auch die LFP bedauerte die Entscheidung. Zu einem erneuten Anpfiff kam es dann aber doch nicht. Der Stadionsprecher gab die Entscheidung des Schiedsrichters via Stadionmikrofon bekannt, als die Mehrheit der Zuschauer bereits gegangen war.

Am 22. August war Payet schon einmal Opfer eines Flaschenwurfs. Im Spiel bei OGC Nizza war er am Rücken getroffen worden und hatte die Flasche anschließend Richtung Zuschauer zurückgeworfen. Im Anschluss kam es zum Platzsturm durch Nizza-Anhänger und Rangeleien mit Spielern und Betreuern.

Das abgebrochene Spiel war auf neutralem Boden nachgeholt worden (1:1). Nizza musste ein Geisterspiel austragen. Für seine Verwicklungen in das Handgemenge wurde Fitnesstrainer Pablo Fernandez von Olympique Marseille für den Rest der Saison bis zum 30. Juni 2022 gesperrt. Die OM-Spieler Payet und Alvaro Gonzalez hatten Spielsperren erhalten. Einen Monat später hatten Fans beim Nord-Derby zwischen RC Lens und Meister OSC Lille durch Krawalle für eine Spielunterbrechung gesorgt. (dpa)

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