Fußball

Söder: "Fan-Rückkehr in die Stadien nur schwer vorstellbar"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Foto: Peter Kneffel / dpa

Essen.  Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält Fußballspiele vor Publikum für das falsche Signal. "Das Virus bleibt eine Daueraufgabe."

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hofft auf die Rückkehr der Zuschauer in die Stadien. Auf der virtuell durchgeführten Außerordentlichen Mitgliederversammlung der 36 Proficlubs am Dienstag geht es auch um das Konzept für die Teilzulassung der Fans in der 1. und 2. Bundesliga.

Corona-Pandemie: Söder gegen weitere Lockerungen

CSU-Chef Markus Söder sprach sich angesichts der steigenden Zahl an Neuinfektionen gegen weitere Lockerungen von Corona-Auflagen aus. "Wir müssen damit rechnen, dass Corona mit voller Wucht wieder auf uns zukommt", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Bild am Sonntag". "Wenn wir nicht aufpassen, kann bei uns wieder eine Situation wie im März entstehen." Gefragt sei absolute Wachsamkeit. "Das Virus bleibt eine Daueraufgabe, die uns permanent unter Stress setzt."

Vor diesem Hintergrund äußerte sich Söder kritisch zu Fußballspielen mit Zuschauern zum Start der neuen Saison: "Ich bezweifle, dass wir im August weitere Lockerungen beschließen können. Daher bin ich auch als Fußballfan sehr skeptisch zum Start der Bundesliga. Geisterspiele ja, aber Stadien mit 25 000 Zuschauern halte ich für sehr schwer vorstellbar." Das wäre das falsche Signal und auch der Bevölkerung schwer zu vermitteln, wenn man dafür Unmengen von Testkapazitäten aufbrauchen würde, sagte der Politiker.

DFL berät über Konzept für den Spielbetrieb

Die DFL will ein Stehplatz- und Alkoholverbot bis zum 31. Oktober durchsetzen und keine Gästefans in den Stadien bis zum Jahresende erlauben, wenn zur neuen Saison wieder Zuschauer in eingeschränkter Zahl zugelassen werden. Damit soll das Infektionsrisiko in der Corona-Pandemie verringert werden. Entsprechende Anträge des DFL-Präsidiums stehen bei der anstehenden Mitgliederversammlung zur Abstimmung. Aus der Fan-Szene hat es deswegen schon Kritik gegeben. (dpa)

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