Fußball

Medien: Starke soll vorerst Tapalovic ersetzen

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Soll wohl vorübergehend die Profi-Torhüter des FC Bayern München betreuen: Tom Starke

Soll wohl vorübergehend die Profi-Torhüter des FC Bayern München betreuen: Tom Starke

Foto: dpa

München.  Der langjährige Torwart-Trainer Tapalovic musste am Montag seinen Hut nehmen und gehen. Ein Interims-Nachfolger scheint gefunden zu sein.

Nach der Trennung von Toni Tapalovic (42) soll Medienberichten zufolge Tom Starke (41) vorerst zum Torwarttrainer beim FC Bayern München aufsteigen. Dies berichteten am Dienstag der TV-Sender Sky und die „Bild“-Zeitung. Eine offizielle Mitteilung zu der Personalie lag zunächst nicht vor.

Starke bisher Torwarttrainer der U19

Der frühere Profitorhüter ist seit Sommer 2017 Torwart-Koordinator für den Nachwuchs der Münchner und zudem Torwarttrainer der U19. Starke soll im Hinrunden-Finale der Bundesliga am heutigen Dienstag (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky) gegen den 1. FC Köln Yann Sommer und Sven Ulreich warmmachen.

Der deutsche Fußball-Rekordmeister hatte tags zuvor die Trennung vom langjährigen Torwarttrainers Tapalovic mit sofortiger Wirkung bekannt gegeben. „Insbesondere Differenzen über die Art und Weise der Zusammenarbeit haben jetzt dazu geführt, dass wir getrennte Wege gehen“, hatte Sportvorstand Hasan Salihamidzic gesagt.

Tapalovic überrascht von Aus bei Bayern München

Toni Tapalovic, indes, hatte nicht mit seiner Entlassung als Torwart-Trainer des FC Bayern München gerechnet. „Nach mehr als einem Jahrzehnt endet heute überraschend meine Zeit beim FC Bayern München“, schrieb der 42-Jährige auf Instagram. Der deutsche Rekordmeister hatte am Montagabend den Vertrauten von Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer mit sofortiger Wirkung freigestellt. „Insbesondere Differenzen über die Art und Weise der Zusammenarbeit haben jetzt dazu geführt, dass wir getrennte Wege gehen“, sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Über einen Nachfolger machte der Club keine Angaben.

Mentor für Neuer

Tapalovic kam 2011 gemeinsam mit Neuer nach München und war seither der verantwortliche Coach für die Torhüter beim Bundesliga-Spitzenreiter. Zu Neuers Zeit beim FC Schalke 04 war Tapalovic dort als Torwart aktiv und schon damals ein Mentor für Neuer. „Ich werde dich vermissen!“, schrieb der 36-Jährige in einer ersten Reaktion auf Instagram. Mit Tapalovic verlasse nach 11,5 Jahren nicht nur ein absoluter Pionier des modernen Torwartspiels, sondern vor allem auch ein großartiger Mensch den Club. „Nicht zuletzt hast du auch mich und mein Torwartspiel geprägt und auf ein neues Level gehoben“, so Neuer.

Ähnlich anerkennend äußerte sich Thomas Müller. „Auch wegen dir war es eine absolute Erfolgsgeschichte im letzten Jahrzehnt“, schrieb Bayern Offensiv-Akteur unter den Post von Tapalovic.

Nübel kritisiert: "wenig Kontakt"

Zuletzt hatte der von den Bayern an die AS Monaco ausgeliehene Torwart Alexander Nübel kritisiert, dass es sehr wenig Kontakt mit Tapalovic gegeben hatte, seit er in Frankreich spielt. „In der Zeit, wo ich in Monaco bin, gab es nicht viel Kontakt. Davor hatten wir ein normales Verhältnis. Ich glaube schon, dass man ab und zu sich austauschen hätte können über die Situation“, sagte Nübel im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF. Salihamidzic hatte anschließend angekündigt: „Darüber werden wir intern sprechen.“

„Die Kritik, die Alex Nübel angeführt hat, dass wenig Kontakt mit Tapalovic bestand, ist verständlich“, hatte der ehemalige Nationaltorhüter René Adler in der „ran Bundesliga-Webshow“ vor Bekanntwerden der Trennung gesagt. Tapalovic sei ja nicht nur der Freund von Neuer, sondern auch dessen Trauzeuge und Manuel Neuer seiner gewesen. „Das ist vielleicht ein Verhältnis, das über Freundschaft hinausgeht, fast schon familiär. Natürlich muss man da schauen, ob da noch diese Objektivität vorhanden ist, wenn es um die Beurteilung von Konkurrenten geht“, meinte Adler. (dpa)

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