Fifa

Trotz Protesten aus Europa: Klub-WM mit 24 Teams kommt

Fifa-Boss Gianni Infantino

Fifa-Boss Gianni Infantino

Foto: dpa

Miami  Fifa-Council billigt Plan von Verbandsboss Gianni Infantino, die Klub-WM auszuweiten. Auch die Mega-WM mit 48 Teams soll kommen.

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Das FIFA-Council hat trotz der scharfen Proteste der Top-Vereine wie des FC Bayern und gegen die Stimmen seiner sieben europäischen Vertreter um DFB-Chef Reinhard Grindel eine vergrößerte Club-WM für 2021 beschlossen. An der Weltmeisterschaft sollen 24 statt bislang sieben Teams teilnehmen.

"Das ist ein Meilenstein für die FIFA und ein Meilenstein für den weltweiten Klubfußball", sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino. Die Klub-WM soll vom 17. Juni bis 4. Juli 2021 stattfinden und den bislang als WM-Test stattfindenden Confederations Cup ersetzen. Europa bekam acht Starter zugesprochen, doch ob die Topteams des Kontinents dabei sein werden, ist noch längst nicht klar.

"Wir haben die Interessen der Spieler und Clubs vertreten, um eine zu große Belastung zu vermeiden. Es wäre besser, vor einer Klub-WM den internationalen Terminkalender anzupassen" sagte Grindel der Deutschen Presse-Agentur.

Ursprünglich wollte die FIFA sogar zwölf europäische Teams dabei haben. Nach Protesten aus der Europäischen Fußball-Union, die die Club-WM als Konkurrenz zur Champions League sieht, sind nun acht Vertreter geplant. Im Streit um Geld und den Einfluss auf die internationalen Wettbewerbe hatte sich zuvor die Europäische Club Vereinigung ECA gegen die Pläne von Infantino gestellt.

Fifa sucht Co-Gastgeber für WM 2022

Außerdem hält die FIFA an seinen Plänen für eine Ausweitung der WM 2022 in Katar von 32 auf 48 Teilnehmer fest. Konkrete Fortschritte wurden beim Treffen des Councils in Miami aber nicht gemacht. "Wir haben dem Council die Machbarkeitsstudie vorgelegt, in der wir zu dem Schluss kommen: Ja, es ist möglich, die WM 2022 von 32 auf 48 Teams auszuweiten - vorausgesetzt, dass einige Bedingungen erfüllt werden", sagte FIFA-Chef Gianni Infantino nach der Sitzung der FIFA-Regierung.

Eine endgültige Entscheidung müsse der FIFA-Kongress im Juni treffen. Knackpunkt bleibt die Suche nach einem Co-Gastgeber für Katar. "Mein Eindruck ist, dass die politische Lage es völlig offen lässt, ob es zu einer Erweiterung der WM in Katar kommt", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel (dpa)

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