Familienserie

Bei dieser Tagesmutter in Madfeld ist immer etwas los

Tagesmutter Loretta Schlüter aus Madfeld mit den Kindern Tino, Svea und Fabio.

Tagesmutter Loretta Schlüter aus Madfeld mit den Kindern Tino, Svea und Fabio.

Foto: Katja Voss

Madfeld.  Loretta Schlüter arbeitet als Tagesmutter in Madfeld und gibt Kindern gerne viele Eindrücke mit. Der Job hat Vorteile, aber auch einen Nachteil.

Svea jammert, weil Fabio ihre Decke gemopst hat und der kleine Tino hat Hunger. In ihrem neuen Beruf als Tagesmutter ist immer wieder Multitasking und Geduld von Loretta Schlüter gefragt. „Ich glaube, ich habe meine Berufung gefunden“, sagt die 32-Jährige aus Madfeld. Als gelernte Erzieherin wollte sie nach der Geburt ihrer zweiten Tochter und der Elternzeit nicht wieder zurück in den Kindergarten.

Seit Februar arbeitet sie als Tagesmutter und geht in ihrer neuen Aufgabe auf- und zwar nicht nur, weil sie besser mit der eigenen Familie zu vereinbaren ist: „Jetzt habe ich mehr Zeit mit den Kindern und bin eine echte Bezugsperson, also ein Mamaersatz, für sie“, erklärt Schlüter, während sie Tino etwas zu essen gibt und aufpasst, dass Svea und Fabio beim Klettern auf dem Hocker nicht runterfallen.

Kinder kommen in der Betreuung nach draußen

Die Betreuung der Tageskinder findet ihrem eigenen Haushalt statt - ein Kinderlied läuft im Hintergrund, Babygitter sind an den Treppen aufgebaut und jede Menge Spielzeug ist auf dem Boden verteilt. In ihrem Konzept als Tagesmutter war der Madfelderin ein Aspekt besonders wichtig: „Ich bin mit den Kindern viel draußen an der frischen Luft - wir gehen in den Garten, auf den Spielplatz oder in den Wald.“

Direkt vom Wohn- und Esszimmer aus ist der große Garten zu sehen - mit Schaukel, Trampolin und einer Matschküche. Da gibt es für die kleinen Tagesgäste viel zu entdecken - Schnecken, Blumen oder die Tiere vom Nachbarn. Außerdem dürfen sie mit bei der Gartenarbeit helfen und ausprobieren - beim Pflanzen von Tomaten oder Gießen der Pflanzen. „Saubere Kinder bekommt man bei mir meistens nicht wieder mit nach Hause.“

Ehemann gibt Hilfestellung nach Feierabend

Auch das familiäre Umfeld für die Tagesbetreuung ist für Schlüter ein entscheidender Faktor: Die Kinder sind dabei, wenn gesaugt wird oder die Fenster geputzt werden. Ihr Mann hilft nach Feierabend oder nimmt die Kinder mit in den Garten. Letztens haben alle gespannt beim Schneiden der Rasenkanten zugesehen. „Hier ist immer was los. Es ist wie in einer Großfamilie“, freut sich die 32-Jährige über ihren Alltag.

Der schönste Teil ihres Jobs sind für Loretta Schlüter die strahlenden Kinderaugen. „Ich freue mich, wenn ein Kind weint, wenn es von den Eltern abgeholt wird - das zeigt mir, dass es sich bei mir geborgen fühlt und ein Urvertrauen zu mir hat.“ Der unbeliebteste Part ihres Berufs ist aber auch ganz klar definiert: „Windelwechseln“, sagt sie mit einem Lachen.

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