Schützenfest

Beim Schützenfest in Winterberg wird nicht lange gefackelt

Lars Veldhuis und Laura Krautz regieren die Jungschützen und freuen sich bei der anschließenden Feier über ihren großen Moment.

Lars Veldhuis und Laura Krautz regieren die Jungschützen und freuen sich bei der anschließenden Feier über ihren großen Moment.

Foto: Rita Maurer

Winterberg.   Thomas Orth trägt sich zielstrebig und schnell in die Geschichtsbücher ein. Die Jungschützen wollen nicht so „lange“ auf ihr Schützenpaar warten

Das Kleid der Schützenkönigin leuchtete blauweiß wie der Sommerhimmel: Die Winterberger Schützengesellschaft hat gemeinsam mit ihren neuen Königspaaren Thomas Orth und Karin Östreich sowie Lars Veldhuis und Laura Krautz ein Schützenfest mit Bilderbuchwetter und bester Stimmung hinter sich gebracht.

Thomas Orth fackelte nicht lange: Den Gedanken, Schützenkönig von Winterberg zu werden, fasste er spontan am Donnerstag beim Kranzwickeln für das scheidende Königspaar Peter Bozek und Daniela Diemel. Und genauso zielstrebig ging der Inhaber des Schuhgeschäftes Orth aus der Hauptstraße dann am Samstag unter der Vogelstange ans Werk. Gerade mal 47 Minuten und 318 Schüsse dauerte es, bis der Vogel aus seinem Kasten fiel.

Harter Kampf an der Vogelstange

Dabei hatte Thomas Orth es nicht leicht, denn Timo Bundkirchen, Ingo Diemel und Danny Schmielewski, machten ihm ernsthafte Konkurrenz um die Königswürde. Christoph Sommer schoss den Reichsapfel und auch die Krone ab und wurde damit neuer Vizekönig. Die Flügel gingen an Marcus Braun und Ingo Diemel, das Zepter an Christopher Puchinger.

Jungschützen brauchen 15 Minuten

47 Minuten Vogelschießen sind für Winterberger Verhältnisse schon zügig, doch die Jungschützen gingen noch schneller ans Werk: Nach nur 15 Minuten stand mit dem 113. Schuss Lars Veldhuis als neuer Jungschützenkönig fest. Der 19-jährige Student hat Erfahrung im Regieren, denn er war vor 10 Jahren Kinderschützenkönig von Winterberg. Seine Königin Laura Krautz hat gerade ganz frisch ihre Abiturprüfungen abgelegt und jetzt den Kopf frei für Schützenfeste.

Beim großen Festzug mit vier Musikkapellen am Sonntagnachmittag jubelten den neuen Majestäten und ihrem Hofstaat unzählige Zuschauer am Straßenrand zu. Unterbrochen wurde der Zug wie jedes Jahr am Ehrenmal, an dem der erste Vorsitzende Bastian Östreich vor der Kranzniederlegung eine bewegende Rede hielt und an die Schützen am Beispiel mehrerer Weltkriegs-Zeitzeugen wie u.a. Otmar Maurer aus Hallenberg apellierte, es nie wieder zu einem Krieg kommen zu lassen.

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