Badesaison

Besucherrekord im Freibad Alme

Einen Besucherrekord verzeichnet das Badcelona in Alme in dieser Saison.

Einen Besucherrekord verzeichnet das Badcelona in Alme in dieser Saison.

Foto: WP

Alme.   Insgesamt 12433 Besucher kamen in diesem Jahr ins Freibad Alme, so viele waren es seit Übernahme durch den Trägerverein noch nie.

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Auf einen Besucherrekord kann das Badcelona in Alme in diesem Jahr blicken. Am Samstag schloss das Freibad die Tore für diese Saison und ehrte seinen 12 433. Besucher, der letzte, der in diesem Jahr das Freibad verlässt. So viele sind seit der Übernahme des Bades durch den Betreiberverein im Jahr 2013 nicht gekommen. „In den anderen Jahren waren es immer so um die 10 000“, freut sich Vorsitzender Rüdiger Sürig einerseits, Andererseits weiß er, welch’ erheblicher finanzieller und ehrenamtlicher Aufwand neben Familie und Beruf hinter diesem Erfolg steckt. „Wir müssen halt immer dann da sein, wenn die Sonne scheint.“

So habe der Verein die Öffnungszeit wegen des guten Wetters zwei Wochen verlängert und es seien noch mehr als 1500 Besucher zusätzlich gekommen, „aber das Ganze hat uns auch unglaublich viel Kraft gekostet“, erklärt der Almer. Da viele ehrenamtlichen Helfer und auch die Hauptbadesaufsicht schon im Urlaub waren, habe man zum Beispiel Studenten von der Uni zurückgerufen, weil sonst keine Badeaufsicht zu bekommen war. „Badesicherheit und Hygiene haben bei uns höchste Priorität. So haben sich dann auch Ehrenamtliche einige Tage Urlaub genommen, um alles noch einmal auf Vordermann zu bringen.“ Ein Antrag auf Verlängerung musste beim Gesundheitsamt gestellt und neue Hygienemittel bestellt werden, aber: „Werbetechnisch und aufgrund der vielen neuen Besucher hat sich die Verlängerung gelohnt.“

Arbeit auf möglichst viele Schultern

Wichtig sei bei einem ehrenamtlichen Bad vor allem die finanzielle Ausstattung, aber auch, dass die Arbeit auf möglichst viele Schultern verteilt sei. „Eine Verlängerung der Öffnungszeiten ist für ein städtisches Bad mit festen Mitarbeitern da leichter zu stemmen.“ Wobei das Verhältnis zu den städtischen Mitarbeitern sehr gut sei. Trotzdem würde er sich von der Stadt gerne noch ein bisschen mehr finanzielle Unterstützung als die jetzige Förderung wünschen - denn die Betriebskosten gingen immer mehr in die Höhe, die Anforderungen bezüglich der Hygiene und der allgemeinen Sicherheit jedes Jahr stiegen. Ganz aktuell hatten sich die CDU-Ratsherren für den Erhalt der Unterstützung ausgesprochen. Hintergrund: In einer Vorlage der Verwaltung zur Haushaltskonsolidierung waren neben möglichen Steuererhöhungen auch die Bezuschussung der Fördervereine in Madfeld, Hoppecke und Alme zur Disposition gestellt worden.

Laut Sürig wäre hier eine gerechtete Verteilung der Mittel zwischen den städtischen Bäder und den Bürgerbädern der Stadt wünschenswert. Mit einen Augenzwinkern meint er: „Ein Ansatz wäre zum Beispiel die gesamten Betriebskosten aller Frei- und Hallenbäder der Stadt prozentual auf die Jahresbesucher zu verteilen. Schon eine kleine Annäherung würde hier den drei Bürgerbädern enorm helfen.“

Abendschwimmen gut gelaufen

Gesellschaftliche Veränderungen nehmen auch die Almer wahr: Lange Schulzeiten hätten dazu beigetragen, dass sich in diesen Zeiten das Freibad erst ab 15 Uhr füllt. „Absolut super hingegen ist zu dieser Saison das Abendschwimmen freitags bis 22 Uhr gelaufen.“ Auch das Vereinsschwimmen des Fördervereins und der Briloner Sportvereine am Mittwochabend habe sich bewährt.

Auf ehrenamtlicher Seite würde er sich noch mehr Bürgerhände wünschen, die mit anpacken. „Wenn’s weiter so laufen soll, brauchen wir noch ein paar Aktive mehr.“ Er appelliert an die Bürger, sich bewusst zu machen, dass so ein Angebot nicht immer selbstverständlich sei. Von Technik bis Kasse sind um die 20 Ehrenamtlichen und Angestellte jeden Alters im Einsatz. Einige Arbeiten, zum Beispiel die Reinigung der Sanitärbereiche, tägliche Müllsammeln der Anlage oder auch die Badeaufsichten, müssten dabei zwingend vergütet werden. Und: „Wir suchen für die Saison auch immer neue Kräfte, besonders Badeaufsichten, das heißt, Rettungsschwimmer mit einem Gültigen DLRG-Silber-Abzeichen.“ Denn der Mitarbeiter, der vier Sommer lang bisher die Hauptbadaufsicht übernahm, werde im nächsten Jahr nur noch sehr eingeschränkt zur Verfügung stehen. In anderen Ortschaften sei man bereits fündig geworden und zum Beispiel einen technikinteressierten jungen Helfer dazugewonnen.

Tages-Spitzenzahl: 880 an einem Tag

Das Bad habe sich auch wegen des neuen Rutschenangebotes für Kinder seit dieser Saison sehr gut etabliert und lange kämen nicht mehr nur Briloner, sondern zum Beispiel auch viele Olsberger. „Unsere Spitzenzahl war 880 gegen Ende August in der ersten Schulwoche, als es richtig heißt war!“ Inzwischen liege schon der Anteil der auswärtigen Besucher gegenüber den Almern und Brilonern bei 40:60. „Alle, die neu kommen, merken, wie schön es ist, das Wasser auf 27 Grad zu halten.“ Und das Gute dabei: „Die Wärme ist da, sie kommt über die Fernwärmeleitung vom Sägewerk Runge.Auch dank unseres warmen Wassers haben wir den Besucherreckort geknackt“, weiß Sürig. Gerade Familien schätzten das warme Wasser.

Fazit: Der Bäderverein blickt auf die Saison mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Aber das lachende Auge überwiegt.“

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