Eisarena

Bobbahn Winterberg wird zur „Ganzjahres-Leuchtturm-Location“

Die Bobbahn soll von einer reinen Sportstätte zu einem Ganzjahres-Veranstaltungszentrum werden. Mehr öffentliche Aufmerksamkeit soll auch verstärkte Werbung und Merchandise mit Maskottchen Kufi bringen. 

Die Bobbahn soll von einer reinen Sportstätte zu einem Ganzjahres-Veranstaltungszentrum werden. Mehr öffentliche Aufmerksamkeit soll auch verstärkte Werbung und Merchandise mit Maskottchen Kufi bringen. 

Foto: Eisarena

Winterberg.  Mehr Angebote für zahlende Gäste, Firmenveranstaltungen und eine neue Konzernstruktur der Sportzentrum Winterberg GmbH sollen dabei helfen.

Die Bobbahn in Winterberg ist dabei, von der bloßen Sportstätte ihrer Anfangszeiten zu einer ganzjährigen „Leuchtturm-Location mit Point-of-Interest“-Qualitäten zu werden. Das zumindest ist das erklärte Ziel der Betreiber, der Sportzentrum Winterberg Hochsauerland GmbH (SZW), früher Erholungs- und Sportzentrum Winterberg GmbH.

Wie das geschehen soll und was in den vergangenen Monaten dafür schon passiert ist, das erläuterten am Dienstag (22.10.) die Verantwortlichen bei einem Pressetermin an der Eisarena.

Hintergrund: Die GmbH hatte sich 2018 einen Strategieprozess verpasst. Dazu gehört vor allem, nicht mehr nur als Betreiber der Bobbahn wahrgenommen zu werden, sondern sich ähnlich einem Konzern aufzustellen: Darin sind die Sportstätten – neben der Eisarena auch der Schanzenpark, die Biathlon-Anlage und das Skilanglaufzentrum Westfeld – eigenständige Unternehmen.

Die SZW selbst sieht sich als Dachmarke mit den Aufgaben: Betrieb der Sportstätten, Organisation von Wettkämpfen sowie Zentrale für die Kontakte zu Sport, Politik und Wirtschaft. „Wir wollen die Eisarena zu einer einzigartigen Veranstaltungsstätte machen. Darauf zielt alles, was wir tun“, sagte SZW-Pressesprecherin Sandra Schmitt.

Umfangreiche Investitionen

In den zurückliegenden zwölf Monaten sei umfangreich investiert worden: Landschaftsarbeiten, neue Technik bei Sprechanlage und Zeitnahme, die baldige Fertigstellung der Anschubstrecke und eines Dachs vor Starthaus 2 und ein weißer Anstrich im Startbereich, der gut aussehen und Energie sparen soll.

Auch SZW-intern habe man kräftig optimiert: von Meschede direkt an die Bobbahn gezogen, das Marketing intensiviert und Arbeitsabläufe modernisiert, um Mitarbeiter zu halten und zu gewinnen.

Das Angebot für Gäste wie Führungen an den verschiedenen Sportstätten, Firmenveranstaltungen, Bob-Mitfahrten und Kurse will man erweitern, auch eigene Merchandise-Produkte soll es diesen Winter erstmals geben. Die Entwicklungsrichtung gefällt offenbar Sponsoren: Beim Pressetermin wurden zwei neue vorgestellt.

Kernelement Eisarena-Lounge

Eine wichtige Rolle in den Plänen spielt das vor knapp einem Jahr eröffnete Multifunktionsgebäude, das heute den Namen Eisarena-Lounge trägt. Denn es bietet nicht nur Sportlern, Eltern und Betreuern Trainingsmöglichkeiten und einen warmen Platz, sondern ist auch der Ort, an dem viele der für Renommee und Kasse wichtigen Veranstaltungen mit zahlenden Gästen stattfinden.

Kurz ging man auch noch auf die Bob- und Skeleton-WM 2024/2025. Die SZW und der Bob- und Schlittensportclub (BSC) wollen das Event in der Eisarena ausrichten und sich gegen die Mitbewerber Sotschi (Russland) und Whistler (Kanada) durchsetzen.

„Wahrnehmbarkeit kommt vor allem durch gute Wettkämpfe“, hatte Kreisdirektor Klaus Drathen in der jüngsten Ratssitzung gesagt. Diese bekomme man aber nur, wenn man auch zeige, dass man besser werde.

Der Rat hatte die Bewerbung uneingeschränkt befürwortet, dasselbe tat tags darauf auch der Kreistag. SZW-Geschäftsführer Stephan Pieper nannte die mögliche erneute Austragung einer WM am Dienstag „eine Riesenchance, auch für das Ehrenamt.“

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