Corona

Brilon plant mit zusätzlichen Schulbussen für den "Tag X"

Wenn der Präsenz-Unterricht wieder möglich ist, will die Stadt Brilon zur Entzerrung des Schülerverkehrs - hier ein Symbolfoto - Entlastungsbusse einsetzen.

Wenn der Präsenz-Unterricht wieder möglich ist, will die Stadt Brilon zur Entzerrung des Schülerverkehrs - hier ein Symbolfoto - Entlastungsbusse einsetzen.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Sobald wieder Präsenz-Unterricht an den Schulen möglich ist, sollen Entlastungs-Busse eingesetzt werden. Aber es gibt ein Problem.

Brilon. Die Organisation weiterer Busse zur Entlastung des Schülerverkehrs in der aktuellen Corona-Krise ist eine Angelegenheit der Verkehrsbetriebe Ruhr-Lippe (RLG) und der Deutschen Bahn (DB). Denn diese beiden Verkehrsträger seien die Vertragspartner der Stadt Brilon. Das betonte Ute Hachmann, Leiterin des Fachbereichs V, in der Sitzung der Schul- und Sportausschusses. Aufgabe der Verwaltung sei es, den Entlastungsbedarf zu ermitteln und zu beantragen. Und das hat die Verwaltung, wie berichtet, getan.

Jede Fahrt kostet rund 230 Euro

Für den Fall, dass der Präsenz-Unterricht wieder in vollem Umfang aufgenommen wird, wären pro Woche 16 zusätzliche Fahrten wünschenswert: Morgens jeweils ein zusätzliche Bus ab Hoppecke und ab Madfeld, freitagmittags gegen 13 Uhr je ein Bus in Gegenrichtung sowie montags bis donnerstags gegen 15.20 Uhr ein Extrabus in Richtung Olsberg. Rund 230 Euro netto würden pro Fahrt anfallen. Auch wenn derzeit der Termin für die Wiederaufnahme des vollen Unterrichts absehbar ist, hat das Land das Geld für derartige Extrakosten vorerst bis zu den Osterferien pauschal zugesagt.

Betriebe meldeten wegen Corona Reisebusse ab

Bei der Auswahl der Entlastungsbusse habe man sich an den längsten Fahrzeiten und den am stärksten frequentierten Strecken orientiert, wie Christina Hoppe, Leiterin des Schul- und Sportamtes sagte. Ausschussvorsitzender Wolfgang Diekmann (CDU) hat morgens in Petersborn Busse mit bis zu 60, 70 Kindern beobachtet: „Das darf nicht sein.“ Er habe bei heimischen Busbetrieben nachgefragt, ob die Kapazitäten hätten. Wegen der Corona-Beschränkungen seien etliche Reisebusse abgemeldet worden, die kurzfristig wieder einsatzbereit seien. Auch SPD-Sprecher Hubertus Weber ist ähnlich tätig geworden. Sein Eindruck: „Die Busse sind da, aber es gibt keine Fahrer.“

Prekäre Situation in Altenbüren

Besonders prekär ist die Situation für die Schülerinnen und Schüler aus Altenbüren. Wer morgens zur Grundschule oder zu den weiterführenden Schulen nach Brilon muss, steigt als letztes in die aus dem Raum Olsberg kommenden Busse, und Ähnliches gilt für die, die morgens etwa zum Berufskolleg Olsberg oder zum Bergkloster Bestwig müssen: Dann ist der Bus bereits mit den in Brilon eingestiegenen Schülerinnen und Schülern gefüllt.

Die Verwaltung möge sich, so Ausschussvorsitzender Diekmann, „auf den Tag X vorbereiten“. Das könnte bekanntlich frühestens der 1. Februar sein. Einstweilen ist ja bis Ende Januar weiterhin Distanzunterricht für alle Schulformen angeordnet.

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