Briloner erarbeiten kunstvolle Zelte für die Hansetage

Die Remscheider Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck (links) arbeitet mit Besuchern am Projekt „Zelt der Begegnung“. Mittlerweile sind schon 31 Zelte auf verschiedensten Kontinenten entstanden.

Die Remscheider Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck (links) arbeitet mit Besuchern am Projekt „Zelt der Begegnung“. Mittlerweile sind schon 31 Zelte auf verschiedensten Kontinenten entstanden.

Foto: Jan Haselhorst

Brilon.  Der Verein Kunterbunt arbeitet mit der Remscheider Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck an einem Zeltprojekt, das in Brilon auf viel Zustimmung stößt.

Zelte sind Orte der Gastfreundschaft und der Gemeinschaft - und bringen auch in Brilon viele Menschen zusammen. Der Verein Kunterbunt arbeitet derzeit gemeinsam mit der Remscheider Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck am Projekt „Zelt der Begegnung“.

Dabei sollen zwei Tipis mit einem Durchmesser von 4,50 und einer Höhe von fünf Metern entstehen, die Kunterbunt zu den Internationalen Hansetagen in Brilon im Juni nächsten Jahres ausstellen will. Das Besondere: Die Zeltabdeckung ist nicht ein einfaches Tuch, sondern besteht aus 1200 gestrickten und gehäkelten Quadraten pro Zelt. Die 15 Zentimeter langen und breiten Stoffelemente werden aus Acrylwolle hergestellt, die als wetterfest gilt. Seitdem das Projekt im Mai gestartet wurde, haben viele Briloner zuhause fleißig gestrickt und gehäkelt und zig Stoffquadrate erstellt. Diese wurden jetzt zusammengelegt und miteinander verbunden - fertig ist das Zelt damit aber noch lange nicht.

Projekt vor acht Jahren ins Leben gerufen

Ute Lennartz-Lembeck hat das Zeltprojekt vor acht Jahren ins Leben gerufen und urheberrechtlich schützen lassen. „Das Schöne daran ist, dass mein Projekt Menschen zusammenbringt und zu einer Einheit werden lässt, die alle dasselbe Ziel verfolgen“, sagt die Remscheider Künstlerin. Sie koordiniert das Treffen, beantwortet Fragen oder hilft bei Problemen. Pro Zelt rechnet Lennartz-Lembeck mit rund 600 Arbeitsstunden.

Mittlerweile hat sie schon 31 „Zelte der Begegnung“ erstellt oder den Arbeitsfortschritt begleitet. Sie stehen unter anderem in Basel, Berlin, Bonn, Brüssel, New York, Taipeh oder Kenia. „Die Idee des Tipis wächst weiter als Zeichen des Zusammenhalts und des Friedens - das eine stützt, das andere trägt“, sagt die Künstlerin, die vom Verein Kunterbunt auf das Projekt angesprochen wurde. Das gemeinsame Ziel ist klar definiert: Im kommenden Sommer sollen zwei farbenfrohe Tipis die Hansetage bereichern.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben