Schützenfest

Das Stadtschützenfest 2021 geht an St. Anna Wülfte

Die Jahreshauptversammlung beschäftigt sich mit Wahlen für die Ausrichtung der Stadtverbandsversammlung 2020.

Die Jahreshauptversammlung beschäftigt sich mit Wahlen für die Ausrichtung der Stadtverbandsversammlung 2020.

Foto: Stadtschützen Brilon

Brilon.  Die St. Hubertus Schützenbruderschaft Brilon traf sich zur Jahreshauptversammlung. Sie bezog unter anderem Stellung zum Thema Gemeinnützigkeit.

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Die Wahl von Tobias Tilli von der St. Hubertus Schützenbruderschaft Brilon sowie die die Vergabe des nächsten Stadtschützenfestes 2021 an St. Anna Wülfte standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung im Hubertussaal der Briloner Schützenhalle. Allerdings war nicht die St. Hubertus Schützenbruderschaft Brilon Ausrichter der Versammlung, sondern der Heimatverein Altenbrilon.

Die Hubertusschützen hätten ihnen den Hubertussaal großzügiger Weise zur Verfügung gestellt und so dem Heimatverein die Gelegenheit gegeben, auch einmal Gastgeber einer Stadtverbandsversammlung zu sein, so der 1. Vorsitzende von Altenbrilon, Ralf Pieper in seiner Begrüßung nach einer ökumenischen Andacht und dem Totengedenken. Bei den turnusmäßigen Neuwahlen wurde nicht nur Tobias Tilli (43) als 1. Vorsitzender neu gewählt, sondern auch sein Stellvertreter Jan-Steffen Hentschel vom Heimat- und Schützenverein Petersborn Gudenhagen sowie Olaf Karte von St.- Hubertus Rixen als Beisitzer. Im Amt bestätigt wurden Geschäftsführer wurde Matthias Neumann (St. Hubertus Hoppecke) und Beisitzer Willi Mengeringhausen (St. Hubertus Brilon).

Ausrichtung der Stadtverbandsversammlung 2020

Der besondere Dank Tillis galt seinem scheidenden Vorgänger Dietmar Brandenburg (St. Laurentius Rösenbeck), der den Stadtverband 12 Jahre lang souverän geführt hatte und 18 Jahre Mitglied des Vorstandes war. Unter dem stehenden Applaus der Schützenbrüder wurde Dietmar Brandenburg auf Vorschlag von Major Herbert Jätzel von St. Hubertus Brilon zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Eine Kampfabstimmung gab es um die Ausrichtung der Stadtverbandsversammlung 2020. In geheimer Wahl setzte sich St. Hubertus Thülen mit 16 zu Zwei Stimmen (bei einer Enthaltung) gegen den Heimatschutzverein Brilon-Wald durch.

Das nächste Stadtschützenfest wird 2021 von den St. Anna Schützen ausgerichtet, die, ebenfalls in geheimer Abstimmung, mit 12 zu Sieben Stimmen gegen die Schützenbruderschaft St. Johannes Altenbüren die Oberhand behielten. Wer Gastgeber des nächsten Vorstandsballes ist, steht noch nicht fest. Interessierte Vereine sollten sich umgehend beim Stadtverbandsvorstand melden. Zu neuen Kassenprüfern wählten 185 Delegierten aus allen 19 Bruderschaften und Vereinen des Briloner Stadtgebietes, Heiner Luckey und Josef Becker aus Thülen.

Historische Strukturen behalten

Das Thema der Versammlung war der Vorstoß von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) den Vereinen die Gemeinnützigkeit abzuerkennen, die für sich beanspruchen, ein reiner Männerverein zu sein. Dieses Ansinnen seines Parteigenossen kritisierte selbst der stellvertretende Bürgermeister Ludger Böddicker. Er machte noch einmal deutlich, dass es gerade die Schützen sind, die für Heimatverbundenheit und Traditionsbewusstsein stehen. In Abstimmung mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Dirk Wiese (SPD), der bereits in dieser Angelegenheit beim Finanzminister vorstellig geworden ist, stellte Böddicker klar: „Das Vereinswesen in Deutschland muss auch historisch gewachsene Strukturen bewahren können“.

Der Ehrenvorsitzende des Stadtverbandes Hans-Werner Beule hoffte, dass diese Pläne des Ministers alsbald im Papierkorb landen. Beule: „Ansonsten müssen wird uns wehren und wenn es sein muss, gemeinsam in Berlin und Düsseldorf protestieren!“ Propst Dr. Reinhard Richter forderte dazu auf, sich Gedanken zu machen, wie kirchliches Leben weiterhin in den Bruderschaften seinen festen Platz habe, wenn ab 2024 vielleicht nur noch zwei Geistliche für den gesamten Briloner Raum zuständig seien. Vor der Nationalhymne des Blasorchesters Brilon zum Abschluss und dem gemütlichen Beisammenseins, kamen bei einer Hutsammlung 500 Euro zusammen, die für Heimatverein Altbrilon für die Renovierung der Hubertus-kapelle auf dem Friedhof gut gebrauchen kann.

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