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Der Hillebachsee bietet ein verstecktes Paradies im Grünen

Ein natürliches Paradies mit viel Spielmöglichkeiten für Kinder bietet die Badebucht am Hillebachsee.

Ein natürliches Paradies mit viel Spielmöglichkeiten für Kinder bietet die Badebucht am Hillebachsee.

Foto: Lisa Dröttboom

Niedersfeld.  Die Badebucht ist durch einen Damm eingezäunt und dadurch sehr attraktiv für Kinder. Aber auch Erwachsene kommen voll auf ihre Kosten vor Ort.

Er liegt ein wenig versteckt, der Hillebachsee, aber dafür mitten im Grünen. Ein Großteil des Sees wird von der Wasserskianlage in Anspruch genommen, weiße Sprungschanzen ragen wie Berge aus dem Wasser. In einer kleinen Ecke jedoch verbirgt sich ein Spiel- und Badeparadies für Familien.

Die Badebucht ist durch einen Damm eingezäunt und so vom Rest des Sees abgeschottet. Dadurch verirren sich Kinder nicht zufällig in tiefes Gewässer. Ein Vorteil, den auch Christina Eming zu schätzen weiß. Die Lehrerin aus Witten ist mit ihren Schülern auf Klassenfahrt und durch Zufall nach Winterberg und damit auch an den See gekommen. „Es ist wirklich praktisch, dass er durch den Damm abgegrenzt wird“, sagt sie begeistert. „Der See ist ein richtiges Paradies für uns. Hier würde ich auch privat hinkommen und den Tag verbringen.“

Dass es nur zwei Umkleiden gibt und der Weg zu den beiden Toiletten lang ist, stört sie nicht. Dafür habe die Badebucht andere Vorteile. „Natürlich wären mehr Umkleiden oder Toilettenhäuschen von Vorteil, aber ich freue mich vor allem über das bunte Angebot für die Kinder.“

Aktivitäten für Groß und Klein

Gemeint ist damit das große Angebot an Spielflächen: Es gibt einen eingezäunten Basketballplatz, im hinteren Bereich der Liegewiese stehen zwei Fußballtore und auch einen Beachvolleyballplatz gibt es. Von einer kleinen Lok mit Rutsche zum Klettern bis hin zum erklimmbaren Klettergerüst bietet der See alles, was das Kinderherz begehrt: Schaukeln und Wippen, Wasserpumpen für Wasserspiele, ein Sandkasten und eine Rutsche.

Wer sich auf anderem Wege sportlich betätigen möchte, der kann zum Beispiel um den See herumwandern. Der Rundweg ist nur 1,6 Kilometer lang und dauert knapp 20 Minuten – und er ist abends beleuchtet, falls man Lust auf einen abendlichen Spaziergang bekommt.

Auf dem Weg um den See herum warten einige Trimm-Dich-Stationen, an denen Groß und Klein ihr Können testen und sich im gegenseitigen Wettkampf messen können.

Klassenfahrt ein Glücksgriff

„Es ist wirklich schön hier. Ich bin froh, dass wir nach Winterberg gekommen sind“, sagt Eming zufrieden. Ursprünglich hatte die Klassenfahrt nach Münster gehen sollen, allerdings hätten ihnen Eichen-Prozessionsspinner einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die kurzfristige Alternative Winterberg habe sich aber nun für die Gruppe als wahrer Glücksgriff erwiesen. „Für die Kinder ist das hier einfach nur Bombe.“

Einzig das spärlich gesäte gastronomische Angebot könnte dem perfekten Tag am See im Wege stehen. Lediglich ein Imbiss ist an dem See zu finden, auch wenn Eming das nicht schlimm findet. „Ich bin ehrlich gesagt froh, dass es hier noch so natürlich ist und nicht überall Pommesbuden stehen.“ Für den kleinen Hunger zwischendurch ist die Gruppe vorbereitet und hat Obst und Schnitten mitgebracht.

Gespeist durch die Hille

Übrigens ist der Hillebachsee nicht auf natürlichem Weg entstanden. Er wurde durch den Einstau der Hille, eines wasserreichen Nebenflusses der Ruhr, angelegt, und ist der einzige Bade- und Stausee im Stadtgebiet Winterberg.

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