Briloner Chronik

Ein Jahr Brilon in Wort und Bild - „einfach alles ist drin!“

Die Briloner Chronik stellte Winfried Dickel (Mitte, 8. von rechts) in der Kundenhalle der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten vor.

Die Briloner Chronik stellte Winfried Dickel (Mitte, 8. von rechts) in der Kundenhalle der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten vor.

Foto: Joachim Aue / WP

Brilon.  Was macht eigentlich...? Wer die Briloner Chronik über die Jahre liest, weiß bestens über seine Heimat Bescheid, ein ideales Weihnachtsgeschenk.

„Wann war das noch?“ Ein Blick in die Briloner Chronik genügt und schon weiß man Bescheid, was auch in diesem Jahr in der Stadt des Waldes alles passiert ist. Das war nicht gerade wenig.

Am Donnerstagabend stellte Stadtchronist Winfried Dickel in der Kundenhalle der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten das beliebte Jahrbuch vor. Und bereits nach einem ersten Durchblättern der mittlerweile 36. Ausgabe dürfte den Vertretern von Politik, Vereinen und Verbänden klar geworden sein: „Da ist mal wieder alles drin!“

Beliebte Sammlerobjekt und Nachschlagewerk zu Brilon und Ortschaften

Wie immer hat Winfried Dickel in Wort und Bild das Geschehen in Brilon und seinen 16 Dörfern festgehalten. Angefangen von Karneval, Theater und Schützenfest, über Baumaßnahmen, Ausstellungen und Eröffnungen bis hin zu den großen und kleinen Geschichten die das tägliche Leben so schrieb. Nach wie vor ist die „Dickel’sche Chronik nicht nur ein ideales Weihnachtsgeschenk, sondern auch ein beliebtes Sammlerobjekt und ein Nachschlagewerk für spätere Generationen. Wo findet man sonst das fast verflossene Jahr in Bildern und Berichten so komplett festgehalten, nur in der Briloner Chronik und das Jahr für Jahr aufs Neue. Auch ein Blick zurück ins Jahr 1919 lohnt sich, als in Brilon ein Frauenverein gegründet wurde und 1949, als man sich Waisenkinder zum Arbeiten ersteigern konnte.

Brilon und Dörfer auf 224 Seiten und insgesamt 500 Bildern

Einmal mehr gab es wieder viel Lob und Anerkennung für den Stadtchronisten für sein gelungenes Werk, das mit seinen 224 Seiten und mehr als 500 Bildern mit Sicherheit wieder ein Selbstläufer wird. Macht unterm Strich bei 36 Ausgaben insgesamt 7.400 Seiten mit rund 20.800 Abbildungen. Die ersten Worte des Dankes kamen in der Begrüßung von Karl-Udo Lütteken vom Vorstand des Hauptsponsors der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten, der der dem Chronisten bescheinigte: „Diese ehrenamtliche Tätigkeit ist unbezahlbar“.

Seit über drei Jahrzehnten erhalte Winfried Dickel jetzt mit beeindruckenden Werken die Briloner Geschichte seiner Heimatstadt der Nachwelt. Als Förderer der Kultur sei es da ein besonderes Anliegen der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten die Chronik auch weiterhin zu begleiten. Bürgermeister Dr. Christof Bartsch betonte, eine Chronik gewinne je mehr an Wert je älter sie sei. Was der Chronist in all den Jahren geschaffen habe, sei für Brilon von unschätzbarer Bedeutung und erst kürzlich mit dem Bundesverdienstkreuz honoriert worden.

2020 steht das 800-Jährige in Brilon an

Und in einem Ausblick auf die Vorstellung im nächsten Jahr zeigte sich der Bürgermeister gespannt, was erst in der 37. Ausgabe stehe, wenn es gelte, das 800-jährige Stadtjubiläum und die Hansetage zu verewigen. Nach einem zünftigen Marsch der Nachwuchsmusiker des Musikvereins Rösenbeck unter der Leitung von Ramona Pape-Stuhldreier, ergriff Winfried Dickel selbst das Wort. Er dankte allen, die ihm bei der Erstellung der 36. Ausgabe unterstützt haben, darunter auch der Druckerei „Satz und Druck Kemmerling“. Vor allem aber auch dankte er den zahlreichen Sponsoren mit der Volksbank an der Spitze, denn ohne finanzielle Unterstützung wäre es kaum möglich, die Chronik zum Preis von 10 Euro zu verkaufen.

Noch einmal ließ Dickel das zu Ende gehende Jahr recht humorvoll Revue passieren und unterstrich, wie wichtig ihm die ehrenamtlichen Helfer auf den Dörfern seien. Das gelte auch für das Ehrenamt allgemein, das immer wieder die Schusslinie der Politik gerate. Heute brauche man weiterhin jeden, der sich für die Allgemeinheit einsetze, gerade hierzulande denn: „Heimat ist da, wo man mitmachen kann, ganz gleich wie!“

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