Corona-Krise

Evakuierung zurück ins Sauerland statt Philippinen-Urlaub

Christoph Hanfland, Christopher Strake und Sebastian Dörr (v.l.) wollten Insel-Hopping auf den Philippinen machen. Dann kam die Corona-Krise

Christoph Hanfland, Christopher Strake und Sebastian Dörr (v.l.) wollten Insel-Hopping auf den Philippinen machen. Dann kam die Corona-Krise

Foto: privAT / WP

Olsberg.  Evakuierung in der Corona-Krise: Olsberger Christoph Hanfland, Christopher Strake und Sebastian Dörr brechen Philippinenreise ab. Die Geschichte.

Es sollte eigentlich ein wunderschöner Urlaub für die drei Freunde werden, dieses „Inselhopping“ auf den Philippinen mit seinen rund 7000 großen und kleinen Inseln. Doch es kam anders, denn sie hatten die Rechnung ohne das Corona-Virus gemacht, das ihnen eine recht abenteuerliche, vorzeitige Rückreise von der Inselgruppe im Pazifik bescherte.

Dabei hatten Christopher Strake, Sebastian Dörr und Christoph Hanfland die Rundreise so schön geplant, als sie am 6. März im Flieger von Düsseldorf über Kopenhagen und Doha in die philippinische Hauptstadt Manila saßen. In der ersten Woche lief mit Zwischenstopps auf den Inseln Cebu und Bohol alles problemlos, bis zum 13. März.

Sebastian Dörr, Ingenieur bei Airbus: „Da erfuhren wir in El Nidov, einer Stadt auf der Insel Palawan, dass wegen des Coronavirus alle Touristen binnen 48 Stunden die Insel verlassen müssten.“ Aber wie sollte man bis zum 15. wieder in Manila oder auf der Hauptinsel Luzon sein?

„Doch noch geschafft!“ Die drei Olsberger hatten versucht, ein Ticket für einen Evakuierungsflug zum Flughafen Clark auf Luzon zu ergattern, der allerdings inzwischen für alle internationalen Flüge gesperrt war.

„In der Hoffnung, doch noch am 21. März heimreisen zu können, haben wir uns erst einmal in einem Hotel einquartiert. Sonst hätte wir möglicherweise bis Ostern oder noch länger bleiben müssen“, twitterte Christopher Strake, Abteilungsleiter im Josefsheim nach Hause, als man am 17. März erfahren hatte: „Jetzt raus, sonst geht gar nichts mehr.

Alles auf eigene Faust

Informatiker Christoph Hanfland: „Für uns hieß es, erst einmal zurück nach Europa.“ Also habe man versucht, einen Heimflug zu buchen, was dann von der Hauptstadt Manila aus auch klappte. Auf eigene Faust, versteht sich, wie überhaupt das ganze Unternehmen Rückreise.

Am 17 März brachte die Drei ein Taxi vom Hotel wieder zum Flughafen Clark. Von dort aus ging es mit der Point to Point Buslinie, deren Busse als einzige noch Manila ansteuern durften, in die Hauptstadt der Philippinen.

Mit Wärmebildkamera

Christopher Strake: „Im Bus wurden die Corona-Kontrollen mit Fieberthermometer und Wärmebildkamara durchgeführt“. Ohnehin seien im asiatischen Raum die Kontrollen wesentlich intensiver gewesen, als anschließend in Europa. Schon auf dem Weg zum Flughafen Manila musste ein Ticket vorgelegt werden, dass man das Land innerhalb von 12 Stunden verlassen würde. Folglich wurde die Nacht auf dem Flughafen, wo nur zwei Mini-Märkte und zwei Fast-Food-Läden geöffnet waren, verbracht. Ein Ausgang in die Stadt war nicht möglich.

Nach mehrstündigem Aufenthalt konnten wir endlich den Flieger in Richtung Heimat besteigen. Über Dubai und London landeten wir am 19. März auf dem Düsseldorfer Flughafen. Drei Tage früher als geplant, aber immerhin wohlbehalten, so Christopher Strake, der jetzt mit seinen beiden Kumpels Christoph und Sebastian in Deutschland mit den Auswirkungen des Korona-Virus konfrontiert wird.

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