Theater

Freilichtbühne Hallenberg zieht erfolgreiche Zwischenbilanz

Und wie haben dem NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet "Kohlhiesels Töchter gefallen". Vier Wochen nach der Premiere geht das Ensemble in die Spielpause.

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Hallenberg.  Halbzeit bei der Freilichtbühne Hallenberg: Fast 14.000 Zuschauer haben „Peter Pan“ und „Kohlhiesels Töchter“ gesehen. Beide Stücke kommen gut an

Die Freilichtbühne Hallenberg steht kurz vor der Spielpause und zieht eine positive Halbzeitbilanz. Stand heute kamen insgesamt rund 13.500 Zuschauer seit Juni auf die Bühne. „Das ist eine sehr gute Zahl. Wenn es weiter so läuft, werden wir bis zum Saisonende weit über die 25.000-er, vielleicht sogar die 30.000-er Marke kommen“, ist Bühnensprecher Georg Glade optimistisch.

An diesem Freitagabend um 20 Uhr geraten noch einmal „Kohlhiesels Töchter“ aneinander und am Samstagnachmittag um 15.30 Uhr hat „Peter Pan“ seinen vorerst letzten Kampf gegen Käpt’n Hook. Dann gehen die Akteure bis zum 10. bzw. 11 August in wohlverdienten Urlaub und starten dann in die zweite Spielhälfte, die am 7. September endet.

Applaus will nicht enden

Bei den Zuschauer kommen beide Stücke bestens an: „Vom Szenenapplaus bis zum stehenden Beifall am Ende, den unser Spielleiter Stefan Pippel manchmal bremsen muss, geht das Publikum richtig gut mit“, freut sich Georg Glade. Viele Besucher hätten die vertraute Geschichte aus der Verfilmung mit Liselotte Pulver im Kopf. Sie ließen sich aber gerne auf die neue Erzählform des Musicals ein und seien begeistert von der Spielfreude des Ensembles und den eingängigen Melodien. Das Erwachsenenstück hat bis zur Pause sieben Aufführungen hinter sich und erwartet in der zweiten Halbzeit nochmal einen regelrechten Ansturm. In der Geschäftsstelle der Bühne liegen dafür schon jetzt 7000 Kartenvorbestellungen vor. Auch viele Busse reisen an.

Ähnlich euphorisch ist auch Spielleiterin Christa Cappel im Familienstück: „Peter Pan läuft klasse. Bei den Vormittagsvorstellungen hatten wir dreimal mehr als 1000 Zuschauer im Theater. Die Kinder im Zuschauerraum gehen richtig gut mit. Und hinterher ist die Nachfrage nach Autogrammen groß – selbst bei Käpt’n Hook. Wenn er erstmal seine Haken-Hand abgelegt hat, tauen die Kinder auf.“

Harmonische Einheit

Mit „Kohlhiesels Töchter“ spielt die Bühne in diesem Jahr eine Welturaufführung. Regisseur Florian Hinxlage hat den Bauernschwank mit vielen eigenen Ideen flott und unterhaltsam als Musical inszeniert. Schon nach den ersten Takten fühlt man sich in vertrauter musikalischer Umgebung. Genauso erfolgreich läuft es bei „Peter Pan“; Regisseurin Bärbel Kandziora hat ordentlich Schwung und Mitmach-Elemente in die Geschichte gepackt, die aktionsgeladen, aber immer kindgerechtmit viel Elan präsentiert wird. Auch hier ergeben Text und neue Musik (eigens von Stefan Wurz komponiert) eine harmonische Einheit.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Wenn die Saison zu Ende geht, stellt sich die Bühne auf das Jahr 2020 ein, wenn - wie alle zehn Jahre - die Passion gespielt wird. Für die Eröffnung hat der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker sein Kommen zugesagt.

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