Sauerlandwetter

Frost und Neuschnee: Sauerland behält sein Winterkleid

Das Sauerland in seinem schönsten Winterkleid: Hier der Kahle Asten bei Winterberg.

Das Sauerland in seinem schönsten Winterkleid: Hier der Kahle Asten bei Winterberg.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Brilon/Winterberg  "Antje" bestimmt das Wetter im HSK und Winterberg. Das Zwischenhoch bringt Kälte. In den Höhenlagen droht durch Eis Gefahr.

Das kalte Winterwetter setzt sich in den kommenden Tagen weiter fort. Bis einschließlich zum Samstag bleibt es dabei im HSK weitgehend trocken, nur selten fallen einige Schneeflocken. Am Sonntag und Montag kann es dann wieder etwas Neuschnee geben, in den Tälern ist später auch Regen möglich. Und das ist der Ausblick von Julian Pape vom Wetterportal Sauerland:

Das Wetter auf dem Berg

Die nun bereits seit mehr als drei Wochen andauernde Frostperiode auf den Bergen hinterlässt ihre Spuren. Oberhalb von etwa 700 bis 750 m Höhe sind die Bäume sehr schwer mit Frost und Eis behangen, rund um den Kahlen Asten nimmt diese Last extreme Ausmaße an. Dies ist zwar zum einen ein malerischer Anblick, zum anderen aber auch sehr gefährlich für alle, die auf hoch gelegenen Straßen oder Wegen unterwegs sind. Einzelne Straßenabschnitte sind bereits gesperrt, vor Spaziergängen im Wald wird gewarnt.

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In den kommenden Tagen wird sich an dieser Situation nur wenig ändern, denn es bleibt kalt. Oftmals kommen die Temperaturen sogar nicht über -5 Grad hinaus. Dazu wechseln sich meist dichte Wolken mit einigen freundlichen Phasen ab, hin und wieder kann es ein wenig schneien. Die Mengen sind aber sehr gering.

Dies ändert sich dann wieder in der Nacht von Samstag auf Sonntag, denn ein neues Tief aus Westen versucht die kalte Luft nach Osten abzudrängen. An der dann entstehenden Luftmassengrenze fallen Niederschläge, die bis in den Montag hinein erneut als Schnee niedergehen und für 5 bis 10 cm Neuschnee sorgen. Die anfangs sehr tiefen Temperaturen steigen etwas, erreichen aber weiterhin nicht den Gefrierpunkt.

Das Wetter für die Medebacher Bucht und Marsberg

Das Zwischenhoch „Antje“ bestimmt das Wetter in der Medebacher Bucht und im Raum Marsberg bis zum Samstag. Die in der ersten Wochenhälfte eingeflossene kalte Meeresluft kann sich bei einem deutlich abnehmenden Wind weiter abkühlen. Wie kalt es dann letztendlich genau wird hängt ab von den sternenklaren Phasen in den Nächten. In diesen können die Temperaturen insbesondere in den Tallagen bis in den strengen Frostbereich von -10 Grad und tiefer sinken. Bleibt es allerdings bei vielen Wolken, so bleiben auch die Temperaturen nur bei leichten Minusgraden.

Tagsüber wird der Gefrierpunkt auf alle Fälle nur knapp erreicht und kann rund um Marsberg auch geringfügig überschritten werden. Dazu fallen hier und da ein paar Schneeflocken, oftmals ist es aber auch trocken. Erst in der Nacht zu Sonntag werden die Wolken im Allgemeinen wieder dichter und zahlreicher, denn ein neues Tiefdruckgebiet verdrängt Hoch „Antje“ nach Osten. Es sorgt am Sonntag allmählich für leichten Schneefall, welcher auch in der Nacht zu Montag noch anhalten kann.

Am Montag selbst macht sich dann allerdings mildere Luft bemerkbar, die Schneefallgrenze steigt auf rund 500 m Höhe an und so beginnt es entlang von Nuhne und Diemel wieder zu tauen.

Das Wetter für den Nordkreis

Durch die Tauwetterphase am Dienstag, in welcher die Temperaturen beispielsweise in Olsberg mit 3,3 Grad den bisher höchsten Wert des Monats erreichten, hat sich das Landschaftsbild in den tiefer gelegenen Ortsteilen von Brilon und Olsberg wieder von weiß in grün verwandelt. Durch die frostigen Temperaturen bleibt der allgemeine Wettereindruck aber auch hier weiterhin winterlich. Oberhalb von rund 400 m Höhe hat sich eine dünne Schneedecke gehalten, welche in den höchsten Lagen der Stadtgebiete etwa 30 cm mächtig ist.

An dieser Situation ändert sich bis zum Samstag nur wenig, denn bei winterlichen Temperaturen bleibt es abgesehen von einigen wenigen Schneeflocken weitgehend trocken. Dabei bestimmen im Allgemeinen recht dichte Wolken das Himmelsbild, die Sonne bekommt aber zumindest hin und wieder ihre Chancen. Dabei klettern die Temperaturen nur direkt an der Ruhr auch knapp über den Gefrierpunkt, meist bleibt es bei leichtem bis mäßigen Dauerfrost.

In der Nacht zu Sonntag und am Sonntag selbst bekommt dann auch das Olsberger Stadtzentrum wieder eine dünne Schneedecke. Die Niederschläge stehen in Zusammenhang mit einem neuen Tief, welches das Sauerland auch am Montag noch beeinflusst. Da die Luft aber milder wird, kann der Schnee in tieferen Lagen wieder in Regen übergehen.

Trend

Spannende und voraussichtlich sehr niederschlagsreiche Wettertage stehen in der kommenden Woche bevor. Zahlreiche Tiefs bringen abwechselnd mildere und dann wieder kältere Luft. Vor allem am Mittwoch regnet es bis in höhere Lagen, anschließend sinkt die Schneefallgrenze aber wieder deutlich ab. Mehr unter www.wetter-sauerland.de.

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