Gewerbeanmeldungen

Hohe Fluktuation in Briloner Erotik-Szene

Die Frauen, die als „Kurzzeit-Arbeiterinnen“ kämen und ihr Gewerbe angemeldet hätten, würden sich innerhalb von einer Woche oder drei Wochen bereits wieder abmelden.

Die Frauen, die als „Kurzzeit-Arbeiterinnen“ kämen und ihr Gewerbe angemeldet hätten, würden sich innerhalb von einer Woche oder drei Wochen bereits wieder abmelden.

Foto: Tom Thöne

Brilon.   Litauerinnen und Estländerinnen haben großen Anteil an Gewerbeanmeldungen von Ausländern. Stadt Brilon trifft Absprache mit Bordellbetreibern

Auch 2016 sind osteuropäische Prostituierte ein Hauptgrund für die steigende Zahl der Gewerbeanmeldungen von Ausländern in Brilon geblieben. 399 Gewerbe wurden im vergangenen Jahr insgesamt angemeldet – um die hundert davon von Ausländern aus Litauen und Estland. Bei diesen Gewerbetreibenden handelt es sich vorwiegend um Prostituierte, die in den drei Bordellen im Stadtgebiet ihrer Arbeit nachgehen.

Absprache mit Bordellbetreibern

Um illegale Prostitution zu verhindern, hat die Stadt Brilon eine Absprache mit den örtlichen Bordellbetreibern getroffen: Selbstständige Prostituierte sind demnach verpflichtet, sich bei der Stadt an- und abzumelden. „Die Bordellbetreiber spielen mit und haben Verständnis für die Notwendigkeit von Transparenz“, erklärt die Stadtverwaltung auf WP-Anfrage.

Wiederholte An- und Abmeldungen

Die Frauen, die als „Kurzzeit-Arbeiterinnen“ kämen, würden sich aber innerhalb von einer Woche oder drei Wochen bereits wieder abmelden, so die Stadtverwaltung. Die Anmeldezahlen spiegeln also keine absoluten Zahlen wider.

Arbeitgeberwechsel und mehrere An- oder Abmeldungen in einer Stadt sind nicht unüblich – die 100 Anmeldungen gehen also auf wenige Frauen zurück.

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