Literatur

Robert Focken stellt dritten Band der Arnulf-Saga vor

Robert Focken gibt Autogramme nach der Autorenlesung zu seinem zweiten Band der Arnulfsaga im Museum der Stadt Marsberg in Obermarsberg 

Robert Focken gibt Autogramme nach der Autorenlesung zu seinem zweiten Band der Arnulfsaga im Museum der Stadt Marsberg in Obermarsberg 

Foto: Annette Dülme

Marsberg.  Von der Eresburrg in Marsberg nach Bayern: Im dritten Band der Arnuf-Sage geht es im Königsmord, Liebe und Intrige.

„Die Arnulf-Figur wird weiterreiten. Versprochen!“ Mit diesem Versprechen entlässt Autor Robert Focken die Leser des dritten Bandes seines Historienromans um den Krieger Arnulf und Karl den Großen mit der Hoffnung auf weitere großartige Abenteuer um historische Ereignisse und Kriegsschauplätze des ausklingenden 8. Jahrhunderts, eine Zeit, geprägt von Aberglauben und Brutalität, Frömmigkeit und Leidenschaft.

Nach der Eroberung der Eresburg, dem heutigen Obermarsberg zieht es Kaiser Karl weiter

In dem vor wenigen Wochen erschienenen dritten Band der Arnulf-Saga wird um Bayern gekämpft. Nachdem es Arnulf im ersten Band als „Axt der Hessen“ und im zweiten Band als „Schwert der Sachsen“ bei der Eroberung und Rückeroberung der Eresburg auf dem alt-ehrwürdigen Eresberg, dem heutigen Obermarsberg, als Truppführer des Frankenkönigs zu Ruhm gebracht hat. Einst unfreiwillig in das Heer Karls geraten, wird Arnulfs Schwert nun überall gefürchtet.

Ein Aktion-Thriller aus dem Mittelalter

Folglich wählt der König Arnulf für einen verwegenen Plan aus, um seinen letzten Rivalen, den Bayernherzog Tassilo, in die Knie zu zwingen. Focken lässt seine Leser teilhaben an einem Königsdrama, bei dem es um alles oder nichts geht: Für Karl den Großen, für seinen besten Krieger Arnulf und vor allem für den Bayernherzog Tassilo. Der ist mit einer Königstochter namens Leutberga verheiratet, die einen alten Hass auf den Frankenherrscher Karl hat. Hass genug, um einen Mordanschlag zu unterstützten?

Karl will es nicht so genau wissen, denn er will das Herzogspaar vernichten. Ihr blühendes Land soll Teil des Frankenreichs werden. Doch es gibt ein Problem: Leutberga hat einen totgeglaubten Neffen Karls an den Regensburger Hof geholt, einen Prinzen, der Ansprüche auf den Karls-Thron hat. Tassilo militärisch in die Enge zu treiben, reicht also nicht aus.

Protagonist Arnulf lässt sich auf ein Himmelfahrtskommando ein

Deshalb beauftragt Karl seinen Mann für besondere Fälle, den Hundertschaftsführer Arnulf, mit der Entführung des Prinzen. Eine gewaltige Belohnung erwartet den Truppenführer, wenn die Sache gelingt. Arnulf lässt sich auf das Himmelfahrtskommando ein. Zurück bleibt seine Frau Erika im königlichen Feldlager. Dem König gefällt sie insgeheim schon lange. Und bald sieht er keinen Anlass mehr, auf Arnulfs Rückkehr zu warten….

Autor bettet Fiktion tatsächliche Ereignisse ein

Der Autor und Historiker Robert Focken hat sich auch in diesem dritten Band an die tatsächlichen Ereignisse des Jahres 787/788 angelehnt und lässt ein schicksalsträchtiges Drama der bayerisch-deutschen Geschichte lebendig werden, dessen Folgen, so der Autor in seinem Schlusswort, bis heute nachwirken würden. Denn, so Robert Focken: „Der Sturz Herzogs Tassilo durch Karl den Großen war eines der größten Königsdramen des Mittelalters.“

Auch diesmal ist es ihm wieder gelungen Geschichte lebendig werden zu lassen und frisch zu erzählen.

Lesereise führte Autor auch nach Obermarsberg, einen Schauplatz in seinen Romane

Robert Focken wuchs in Holzminden an der Weser auf. Er absolvierte ein Volontariat bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und studierte Mittelalterliche Geschichte in Bonn. Seit 1994 arbeitet er in der Finanzindustrie und lebt mit seiner Familie im Vordertaunus.

Im Mai vergangenen Jahres kam er im Rahmen einer Lesereise zu seinem zweiten Band der Arnulf-Saga „Arnulf – das Schwert der Sachsen“ ins Museum der Stadt Marsberg.

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