Stadteinwicklung

Schaffung von Wohnraum in Olsberg zu Lasten der Dörfer?

Das Gelände des ehemaligen St. Josefs Hospitals in Olsberg.    

Das Gelände des ehemaligen St. Josefs Hospitals in Olsberg.    

Foto: Joachim Aue

Olsberg.  Es soll Bewegung in die Nutzung des Geländes des ehemaligen St. Josefs Hospital an der Sachsenecke in Olsberg kommen. Doch es gibt Hürden.

Nachdem die Baumaßnahmen im gesamten Bereich des Olsberger Marktes fast abgeschlossen sind, kommt bald Bewegung in die Nutzung des Geländes des ehemaligen St. Josefs Hospital an der Sachsenecke. Dafür soll der Flächennutzungsplan geändert werden. Geht das jetzt zu sehr zu Lasten der Olsberger Dörfer?

Umwandlung in gemischte Bau- und Wohnbaufläche

Dazu hatte das Planungsbüro Büro Wolters und Partner aus Coesfeld einen Änderungsentwurf erarbeitet. Danach soll das rund 10.800 Quadratmeter große Areal in eine Fläche für Gemeinbedarf und Wohnbaufläche sowie in eine gemischte Bau- und eine Wohnbaufläche umgewandelt werden. Wie aus dem Entwurf hervorgeht, hat der Kernbereich, das so genannte Baufeld „Gesundheit und Soziales“ allein eine Größenordnung von 5.100 Quadratmetern.

Laut Bezirksregierung genügend Baugrundstücke und Wohnraum

Ganz so einfach ist es allerdings nicht, auf dem ehemaligen Krankenhausgelände Wohn- und Gewerbeflächen zu schaffen. Da es im Olsberger Stadtgebiet aus Sicht der Bezirksregierung genügend Baugrundstücke und Wohnraum gibt, müssen an anderer Stelle Wohnflächen eingespart werden. Und diese gibt es eigentlich nur in einigen Ortsteilen, wie aus der Vorlage der Verwaltung hervorging. So soll jetzt die Wohnbaufläche östlich der Straße „Auf dem Kampe“ in Assinghausen ebenso in eine „Fläche für Landwirtschaft“ geändert werden, wie ein Bereich oberhalb der Bigger Straße in Helmeringhausen und das Gelände „An der Stenderke“ im Bereich des Friedhofs in Bruchhausen.

Planung zu sehr zu Lasten der Ortsteile?

Auch wenn die SPD-Fraktion den Plänen zur Neugestaltung des ehemaligen Krankenhausgeländes positiv gegenüber steht, konnten sich die Mitglieder mit der Auswahl der herausgenommenen Flächen ebenso wie das Grüne Ausschussmitglied Peter Bergmann nicht anfreunden. Diese gehe zu sehr auf Kosten der Ortsteile, so der Fraktionsvorsitzende Rudolf Przygoda. Mit 9 zu 5 Stimmen setzten sich die CDU-Mitglieder im Ausschuss, trotz der Bedenken der SPD, dennoch durch.

Hier finden Sie noch mehr Nachrichten, Fotos und Videos aus dem Altkreis Brilon.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben