Schwarzstorch

Seltene Tierart in Winterberg entdeckt

In Winterberg fotografiert Josef Krevet einen seltenen Schwarzstorch

In Winterberg fotografiert Josef Krevet einen seltenen Schwarzstorch

Foto: Josef Krevet

Winterberg.   Ortsvorsteher Josef Krevet entdeckt in Winterberg einen Schwarzstorch. Die Vögel stehen unter Artenschutz und haben sich stark verändert.

Unerwarteten Besuch erhielt am Pfingstsonntag der Grönebacher Ortsvorsteher Josef Krevet, wie er berichtet: „An der Gröne in Grönebach war gegen 17 Uhr ein Schwarzstorch zu Besuch.“ Ein Bild, welches es vor wenigen Jahren nicht gegeben hätte. Denn die Vogelart war in NRW ausgestorben. Nun ist sie wieder da, zeigt allerdings deutlich veränderte Verhaltensweisen.

Denn nachdem der unter Artenschutz stehende Vogel wieder den Weg zurück ins Sauerland gefunden hatte, konnten Dr. Axel Markus Schulte und seine Kollegen von der Biologischen Station Hochsauerlandkreis Veränderungen feststellen: „Die Tiere weisen nun eine deutlich geringer Fluchtdistanz auf, was sich vor allem darin zeigt, dass sie sich wieder näher an die Menschen herantrauen.“

Höhere Verträglichkeit

Dieser größeren Toleranz ist es laut der Einschätzung von Dr. Schulte auch zu verdanken, dass die Vögel wieder in unseren Gebieten heimisch geworden sind: „Durch die höhere Verträglichkeit können die Störche nun auch in nähere Distanz zum Menschen brüten. Das bietet ihnen wiederum mehr Raum.“ Denn zuvor waren die Schwarzstörche vor allem auf den höheren Bäumen zu finden, während sie nun auch immer öfter in Randbäumen brüten.

Gestört werden dürfen die Tiere indes auf keinen Fall: „Sie stehen nicht nur bei uns unter Artenschutz, sondern sind auch in der EU hoch angesehen“, erklärt Dr. Schulte. Dadurch sind die Auflagen für den Erhalt der Art noch einmal höher.

Verantwortung für die Menschen

Dies bringt auch eine Verantwortung für die Menschen mit sich, wie Werner Schubert von der Biologischen Station weiß: „Vor der Holzgewinnung muss genau abgeschätzt werden, ob die Nistplätze der Vögel dabei Schaden nehmen könnten. Um die Horste gibt es eine Schutzfläche von 300 Metern.“ Laut Schuberts Einschätzung sind inzwischen zwischen 15 und 20 Paare im HSK heimisch.

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