Wintersport

Skigebiete im Sauerland freuen sich über viel Neuschnee

Die Liftbetreiber im Sauerland freuen sich über gute Schneeverhältnisse.

Die Liftbetreiber im Sauerland freuen sich über gute Schneeverhältnisse.

Winterberg.  Die Liftbetreiber rund um den kahlen Asten freuen sich über eine positive Überraschung: Die Neuschneemenge liegt über den Erwartungen.

Die Skigebiete rund um Winterberg wurden in den vergangenen 24 Stunden positiv überrascht.. Die Neuschneemengen lagen mit meist zehn bis 15 Zentimetern über den Erwartungen. Auf dem Kahlen Asten wird nun mit 27 Zentimetern die größte Schneedecke des bisherigen Winters gemessen.

Zusammen mit winterlich kalten Temperaturen und der angelaufenen Beschneiung mit Kunstschnee konnten sich die Bedingungen an rund 40 Liftanlagen verbessern. Laut einer Mitteilung der Wintersport-Arena Sauerland können Skifahrer nun auf einer bis zu 50 Zentimeter dicken Schneedecke fahren. Es sei zu erwarten, dass im Laufe des Tages und vor allem am Samstag noch deutlich mehr Anlagen in Betrieb gehen werden.

Langläufer müssen indes noch warten. Noch werden keine geöffneten Loipen gemeldet. Spätestens am Wochenende sollen aber erste Strecken gespurt werden.

Aktuelle Schneehöhen im Sauerland, Stand 18. Januar

  • Medebach-Schlossberg: 20 cm, 1 Lift geöffnet
  • Willingen-Skigebiet: 30 cm, 4 Lifte geöffnet
  • Winterberg-Altastenberg: 35 cm, 3 Lifte geöffnet
  • Winterberg-Neuastenberg: 40 cm, 4 Lifte geöffnet
  • Winterberg-Skiliftkarussell: 50 cm, 25 Lifte geöffnet

Nasser Winter bereitete Skiliften Probleme

Nach nassem und wechselhaftem Start in die Skisaison hoffen die Liftbetreiber im Sauerland auf die zweite Winterhälfte. «Erstmals steht uns in den nächsten Tagen eine längere Frostperiode für den Einsatz der Beschneiungsanlagen bevor», sagte Susanne Schulten, Sprecherin der Wintersport-Arena auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zudem sei das angekündigte kalte, trockene und sonnige Wetter genau nach den Wünschen der Wintersportler. «Wir gehen von einem sehr gut besuchten Wochenende aus», sagte Schulten.

Für viele Skigebiete ist das erst der Startschuss: Bislang konnte nur etwa die Hälfte der Lifte an den 89 Pisten mit Beschneiungsanlagen öffnen. «In diesem Winter hatten die Betreiber nur kurze Zeiträume, in denen es kalt und beständig genug war, um die Pisten zu beschneien», berichtete Schulten. So habe es in der Region mit 13 Dauerfrosttagen seit Anfang Dezember neun Tage weniger als im langjährigen Mittel gegeben. Außerdem habe es überdurchschnittlich viel Niederschlag gegeben. Naturschnee-Skigebiete konnten in NRW bislang gar nicht mit ausreichenden Schneehöhen für Wintersportler aufwarten.

Trotzdem seien Wintersportler durchaus auf ihre Kosten gekommen: Skigebiete mit besonders leistungsstarken Beschneiungsanlagen konnten trotz des unbeständigen Winterwetters die notwendigen 20 Zentimeter Kunstschnee auf die Pisten bringen und öffneten so an insgesamt mehr als 30 Tagen. So laufe etwa im größten Skigebiet der Region, dem Skiliftkarussell in Winterberg, der Betrieb vergleichsweise normal.

mit dpa

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