Konzert

Youtube-Star Lea verspricht Sauerländern einen tollen Abend

Am 2. November startet LEA ihre Deutschland-Tour in der Olsberger Konzerthalle.

Am 2. November startet LEA ihre Deutschland-Tour in der Olsberger Konzerthalle.

Foto: Calvin Müller

Olsberg.  LEA kommt nach Olsberg. Die Konzerte der 27-jährigen sind stets ausverkauft. Dem Sauerländer Publikum verspricht sie einen besonderen Abend.

LEA startet ihre Deutschland-Tour in Olsberg. Die aus Kassel stammende Künstlerin schlägt über YouTube alle Rekorde: Ihre Songs haben sich zu deutschen Radio-Hymnen entwickelt und wurde knapp 60 Millionen Mal auf Spotify gestreamt. Im Interview erzählt sie von ihrem Leben, ihren Wünschen und sagt, warum sie sich auf das Konzert im Sauerland freut.

Warum sollten die Menschen zum Konzert nach Olsberg kommen?

LEA: Weil jeder Abend besonders ist, weil ich immer ein unfassbar nettes Publikum habe. Ich habe auf meinen Konzerten vor allem so viele nette Frauen kennengelernt. Als Außenstehender meint man vielleicht, jeder Konzertabend ist gleich. Das ist aber absolut nicht der Fall. Jede Stadt ist anders, die Menschen sind immer anders und geben einem eine so krasse Energie! Wir haben uns viele Überraschungen überlegt, die ich jetzt natürlich nicht verrate! Zusätzlich gibt es einige bislang unveröffentlichte Songs zu entdecken. Und ganz besonders freue ich mich auf unseren Support Mathea – eine wahnsinnig tolle Künstlerin und Frau! Es gibt also viele gute Gründe, das Konzert zu besuchen und ich freue mich schon total darauf!

Du singst oft über tiefe Gefühle. Sind deine Texte autobiografisch?

Ja, normalerweise sogar sehr. Ich habe damals angefangen Lieder zu schreiben, auch um mich selbst zu reflektieren. Ich habe halt aufgeschrieben, was mich beschäftigt. Das war das Einfachste und Ehrlichste. Es ist aber nicht alles autobiografisch. Bei „110“ beispielsweise habe ich Einiges dazu gedichtet. Bei diesem Song habe ich versucht, die Pop- und Rapwelt zu vereinen. Da sind Ebenen drin, die ich sonst nicht verwende. Es war mein Versuch, mich mal für den Rap zu öffnen.

Welche musikalischen Einflüsse haben dich geprägt?

Angefangen hat alles tatsächlich mit den No Angels. Die fielen genau in die Zeit, als ich angefangen habe, bewusst Musik zu hören. Das waren einfach fünf absolute Powerfrauen, die ihr Ding gemacht haben und das hat mich schwer beeindruckt. Bis heute ist die Musikwelt ja leider sehr männerdominiert. Frauen sollten da eine viel größere Rolle spielen. Ich höre daher sehr gerne Musik von zum Beispiel Juli oder Daughter oder auch von anderen starken Frauen wie Sia, mit ihrer kraftvollen Stimme. Man kann also sagen, dass ich mich musikalisch wirklich sehr an Powerfrauen orientiere.

Ohne was verlässt du nie das Haus und warum?

Ich habe lustigerweise immer einen Schal dabei. Auch im Sommer, im Juli, bei 30 Grad. Irgendwie habe ich immer Angst, mich zu erkälten oder Halsschmerzen zu bekommen. Dabei geht es natürlich auch um meine Stimme. Außerdem habe ich immer eine Flasche Wasser dabei. Ich trau mich ohne fast nicht aus dem Haus. Ich muss wissen, dass ich zwischendurch trinken kann.

Wenn du nicht bei der Musik gelandet wärst, was glaubst du, würdest du dann machen?

Ich habe Sonderpädagogik und Musik auf Bachelor studiert. Das ist aber nur Plan B. Außer Songs schreiben und Singen fällt mir nämlich eigentlich gar nichts ein. Mir ist absolut klar, dass ich für die Musik geboren bin und außerdem bin ich kein Mensch, der plant. Wenn es mit der Musik mal nicht mehr klappen sollte, würde ich mir wohl etwas Neues ausdenken. Aber darüber mache ich mir jetzt keine Gedanken.

Was würdest du sofort in der Welt ändern, wenn du könntest?

Vieles! Es gibt so Vieles, was wir in der Welt ändern sollten. Unsere krassen Umweltprobleme, der Klimaschutz oder auch die Gleichberechtigung müssten wir viel mehr voran treiben. Viel zu viel steckt noch in den Kinderschuhen. Im Musikbusiness sind die Chefetagen noch immer männerdominiert. In der Musik selber beherrschen zu dreiviertel Männer das Business. Ich habe zum Glück auch viele Sängerinnen und Songwriterinnen als Freundinnen.

Du sagst, dass du nicht weit in die Zukunft planst. Wie sieht es aber mit der näheren Zukunft aus?

Ja, da gibt es zum Einen eben die neue Tour, zum Anderen schreibe ich gerade an meinem dritten Album. Außerdem freue ich mich schon jetzt total auf die kommenden Sommerfestivals, bei denen ich auftreten werde. Davon ab fühle ich mich in der Musik sehr wohl und genieße einfach den Weg super krass!

Wie sieht der perfekte Tag für dich aus?

Ich bin sehr gerne eine Langschläferin. Vor 10 Uhr aufstehen ist schwierig. Also, ich liebe es aber genauso unterwegs zu sein. Für mich gibt es wohl nicht „den“ perfekten Tag, weil es im Business so unterschiedlich ist und ich diese Abwechslung auch liebe. Wenn ich aber zu Hause bin, dann genieße ich die Ruhe, gemütlich zu frühstücken und so weiter. Der perfekte Tag wäre wohl eine Mischung aus Ausruhen, Termine haben und unterwegs zu sein.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben