Entenrennen

Arnsberg: Ente Dörte soll Geld für Propsteikirche einbringen

Propst Hubertus Böttcher und Ente Dörte werben für das zweite Arnsberger Entenrennen zugunsten des Klosters Wedinghausen.

Propst Hubertus Böttcher und Ente Dörte werben für das zweite Arnsberger Entenrennen zugunsten des Klosters Wedinghausen.

Foto: Katrin Clemens

Arnsberg.  Eine Ente mit Heiligenschein: Dörte geht beim zweiten Arnsberger Entenrennen für das Kloster Wedinghausen an den Start.

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Sie ist zur Freude des Propstes borussengelb, trägt einen Heiligenschein und Engelsflügel: Ente Dörte soll beim zweiten Arnsberger Entenrennen Spenden zugunsten des Klosters Wedinghausen einbringen. Oder vielmehr 2000 Dörtes. Denn so viele Exemplare der Ente gibt es.

Arnsberger sind zum Mitmachen aufgefordert

Die Arnsberger lassen sie beim Rennen am 29. September zu Wasser – dann gilt es herauszufinden, welche Dörte die Strecke zwischen Klosterbrücke und Jägerpromenade am schnellsten zurücklegt. Somit wird das Veranstaltungsformat aus dem vergangenen Sommer wiederholt. „Es war eine riesen Gaudi“, sagt LWL-Denkmalpflegerin Dr. Bettina Heine-Hippler. Sowohl Kinder als auch Erwachsene seien begeistert bei der Sache gewesen, deshalb habe man sich für ein erneutes Rennen entschieden.

Die Enten sollen Gelder für die weitere Renovierung des Klosters beziehungsweise der Propsteikirche einbringen. Sie werden über Volksbank und Sparkasse verkauft – fünf Euro kostet ein Exemplar. Bei jedem Verkauf legen die Banken noch einmal fünf Euro drauf. Die Spenden sind das eine Ziel der Aktion, aber es gibt noch ein weiteres.

„Es geht auch um den ideellen Wert, die Beteiligung der Bürger“, sagt Propst Hubertus Böttcher. „Die Propsteikirche repräsentiert die ganze Stadt.“ Deshalb sei es wichtig, die Arnsberger an den aufwendigen Arbeiten im Kloster Wedinghausen teilhaben zu lassen.

Arbeiten am Dachstuhl der Propsteikirche

Aktuell laufen die Arbeiten hoch oben über dem Kirchengewölbe. „Wir haben vor vier Wochen begonnen, den barocken Dachstuhl zu restaurieren“, erklärt Heine-Hippler. Mit dem Baustellenaufzug geht es auf der Nordseite der Propsteikirche nach oben unter das Dach des Gotteshauses. Auf Holzstegen gehen die Handwerker hier über die Gewölbe des Kirchenschiffes, die von altem Bauschutt bedeckt sind.

Zwischen Staub, Holzbalken und Schieferstücken suchen die Mitarbeiter nach historisch bedeutsamem Material. Denn was hier zu finden ist, ist teils Jahrhunderte alt und könnte weitere Hinweise auf die Entstehungsgeschichte des Klosters Wedinghausen liefern. In den ersten Wochen der Arbeiten am Dachstuhl seien schon viele neue Befunde gemacht worden, erklärt die Denkmalpflegerin. Sie würden nun ausgewertet und danach auch der Öffentlichkeit präsentiert.

Noch gibt es auch viel zu tun für die Handwerker hoch oben im Gotteshaus. Denn viele Holzbalken zwischen Dach und Gewölbe sind nicht mehr tragfähig genug und müssen erneuert werden. „Es ist eine ungewöhnliche Baustelle, weil man so das Kirchenschiff von oben, aus einer neuen Perspektive sehen kann“, sagt Heine-Hippler. „Deshalb planen wir einen öffentlichen Baustellentermin, zu dem wir die Arnsberger einladen wollen.“ Die Vorbereitungen dazu laufen noch, ein Termin wird bekanntgegeben.

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