Umfrage

Arnsberg/Sundern: Brauchen Sie die Silvester-Knallerei?

Feuerwerke steigen zum Jahreswechsel an den Nachthimmel.

Feuerwerke steigen zum Jahreswechsel an den Nachthimmel.

Foto: Rene Traut

Arnsberg/Sundern.  Das Böllern ist auf einen Brauch der Germanen zurückzuführen, die Wotan und Anhang - also das Unheil - durch Lärm und Feuer vertreiben wollten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

In nicht mehr ganz vier Wochen ist es wieder so weit: Zum Wechsel in das neue Jahr wird nach Herzenslust geknallt.

Allein in Deutschland werden schätzungsweise 100 Millionen Euro für die Feuerwerke an Silvester ausgegeben. Unsere Redaktion will von ihren Leserinnen und Lesern wissen: Wie halten Sie es mit dem Feuerwerk?

Der 31. Dezember liegt genau in der Mitte der so genannten „Raunächte“

Wo kommt die Knallerei überhaupt her: Silvester ist kein christliches Fest. Die Silvesterfeiern gehen auf heidnische Bräuche zurück. Als „heidnisch“ bezeichneten die Christen über viele Jahrhunderte hinweg die Religionen der Nicht-Christen.

Die Germanen glaubten, dass ihr gefürchteter Kriegsgott Wotan vor allem in der dunkelsten Jahreszeit sein Unwesen treibe. Der 31. Dezember liegt genau in der Mitte der so genannten „Raunächte“, die besonders lang und dunkel sind. Diese Nächte, um die sich viele Mythen ranken, liegen zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar. Die alten Germanen glaubten, dass Wotan am 31. Dezember mit seinem wilden Gespenster-Heer durch die Lüfte zog.

„Höllenspektakel“ sollte die bösen Geister vertreiben

Ein eigenes „Höllenspektakel“ sollte diese bösen Geister vertreiben: Die Tradition, in der Silvesternacht ein Feuerwerk zu veranstalten, geht auf einen Brauch der Germanen zurück. Die Germanen fürchteten die Silvesternacht und veranstalteten deshalb selbst ein „Höllenspektakel“.

Jeder machte so viel Lärm, wie er nur konnte. Sie zündeten Holzräder an, die sie brennend ins Tal rollen ließen, um die Dunkelheit und die bösen Geister zu vertreiben. Von diesem Kult stammt die heutige Tradition, in der Silvesternacht Böller und Feuerwerkskörper zu zünden.

Inzwischen wird das Zünden von Knallern kritischer und kontroverser gesehen: Umweltbedenken, Brandschutz, Sicherheitsaspekte, Nachhaltigkeitsdiskussion, Vermüllung, Lärm und Missbrauch sowie Geldverschwendung. Das alles wird heute diskutiert.

Fragen an unsere Leserinnen und Leser

Wir wollen das Thema in den kommenden Tagen aufgreifen und sind auch an Ihrer Meinung interessiert:

- Wie halten Sie es mit der Knallerei an Silvester?

- Wieviel ist Ihnen das Feuerwerk wert?

- Gehört der Brauch bei Ihnen fest zu den privaten Feiern dazu? Ist es nur ein Kinderspaß oder auch für Sie als Erwachsener ein Muss?

- Wer kümmert sich bei Ihnen in der Siedlung am Neujahrsmorgen um das große Aufräumen und Zusammenfegen der Böllerreste?

- Können Sie auf die Knallerei verzichten oder haben Sie andere Ideen?

Schicken Sie uns Ihre Anregungen und Meinungen per Mail an arnsberg@westfalenpost.de oder rufen uns an unter (ab Montag). Wir sind gespannt, wie Arnsberg und Sundern zum Feuerwerk stehen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben