Mitwochsinterview

Arnsberg: Ziele des neuen Verkehrsvereinsvorsitzenden

Tarek Jumah ist neuer Vorsitzender des Verkehrsvereins Arnsberg.

Tarek Jumah ist neuer Vorsitzender des Verkehrsvereins Arnsberg.

Foto: Martin Haselhorst

Arnsberg.  Der 45-jährige Tarek Jumah ist neuer Vorsitzender des Verkehrsvereins Arnsberg. Im Mittwochsinterview spricht er über seine Ziele und Motivation.

Wechsel an der Spitze des Verkehrsvereins Arnsberg: Tarek Jumah löste zu Beginn des Monats den bisherigen Vorsitzenden Heinz Hahn nach 22-jähriger Amtszeit ab. Unsere Zeitung sprach mit dem selbstständigen IT-Berater über den Verein, seine Aufgaben und Herausforderungen.

Nach 22 Jahren lösen Sie Heinz Hahn als Vorsitzenden ab. Sind das große Fußstapfen, in die Sie treten müssen?

Tarek Jumah Es ist kein kleines Erbe und eine verantwortungsvolle Position. Ich werde aber nicht versuchen, in die Fußstapfen von Heinz zu treten, sondern meine eigenen werden hoffentlich auch wachsen. Ich werde sicherlich einiges anders machen, anderes aber auch übernehmen. Zunächst muss ich langsam in die neue Rolle hineinwachsen, wobei ich ja über die Arbeit bei „Wir in Arnsberg“ und zuletzt im Vorstand des Verkehrsvereins schon viele Einblicke erhalten habe. Klar ist aber: Heinz hat große und auch gute Fußstapfen hinterlassen.

Ihren Vorsitz bei „Wir in Arnsberg“ wollen Sie abgeben. Macht es Sinn, dass dieser Verein weiter besteht?

Aus der Geschichte des Vereins heraus macht das aus meiner Sicht keinen Sinn. Wir müssen aber jetzt erst bei „Wir in Arnsberg“ besprechen, wie es weitergehen soll und kann. Das entscheidet am Ende aber nicht der Vorstand, sondern die Mitglieder. Für mich steht fest, dass ich nicht im WiA-Vorstand weitermachen werde. Ich würde den Verein bei einer Umwandlung oder Auflösung aber begleiten. Ich würde gerne Aufgaben, Aktive und Engagement in den Verkehrsverein integrieren. Auch hier soll das Thema Einzelhandel und Dienstleistung künftig eine größere Rolle spielen.

Wo sehen Sie künftig die Hauptaufgaben des Verkehrsvereins Arnsberg?

Im Vordergrund steht weiter die Entwicklung und Förderung des Tourismus in Arnsberg. Das ist das, was den Stadtteil ausmacht. Das ist der Kern. Man darf den Rest aber nicht vergessen. So soll der Verkehrsverein auch auf die Aktionen der Arnsberger Wirtschaft im gesamten Stadtteil schauen und diese stärken. Da werden wir nicht mehr Aktionen brauchen, aber die Qualität herausarbeiten.

Sehen Sie den Verkehrsverein Arnsberg als einen „Alt-Arnsberger“ Verein oder einen gesamtstädtischen Verein an?

Natürlich bringt sich der Verkehrsverein in das gesamtstädtische Marketing ein. Im Bereich des Tourismus haben wir mit der hauptamtlichen Geschäftsführung dazu ja sogar einen fixierten Auftrag. Grundsätzlich sehe ich den Verkehrsverein Arnsberg aber zuständig für das Stadtteilmarketing.

Wie will und soll der Verein mit der Stadtmarketing-Managerin Tatjana Schefers zusammenarbeiten?

Die Stadtmarketing-Managerin muss die Arbeit und Aktionen der verschiedenen Gewerbe- und Verkehrsvereine im Stadtgebiet koordinieren. Sie muss den großen Plan auf- sowie Wissensaustausch und Vernetzung herstellen. Tatjana Schefers soll Vermittlerin und Dreh- und Angelpunkt des gesamtstädtischen Stadtmarketings sein. Ich erwarte, dass sie den gesamtstädtischen Kurs bestimmt. Da können wir in den Stadtteilen mit unseren Aktionen dann alle von profitieren.

Was motiviert Sie persönlich, sich für den Verkehrsverein und zuvor „Wir in Arnsberg“ zu engagieren?

Ich wollte nie am Bundestrainer-Syndrom erkranken und zuhause auf dem Sofa sitzend über alles meckern und besser wissen. Nur wer sich einbringt und etwas macht, der bewegt auch was. Wenn man will, dass es in seinem Umfeld vorangeht, dann muss man auch etwas tun. Und ich will nicht, dass Arnsberg eine Geisterstadt wird, sondern sich mit all seinen Stärken positiv entwickelt.

Was ist Ihr persönlicher Lieblingsort in der Stadt Arnsberg?

Das ist kein ganz spezieller Ort. Aber ich bin gerne in den Wäldern rund um den Stadtteil Arnsberg im Hasenwinkel oder an der Rüdenburg unterwegs. Ich gehe gerne spazieren und mag diese Atmosphäre des Waldes.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben