Osterfeuer Arnsberg

Arnsberger heiß auf das Osterfeuer

Kaum hat Erika Hahnwald den Holzstoß angezündet, lodern auch schon die ­Flammen in den noch dunkelblauen Nachthimmel.

Kaum hat Erika Hahnwald den Holzstoß angezündet, lodern auch schon die ­Flammen in den noch dunkelblauen Nachthimmel.

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.   Angenehme Temperaturen sorgen für eine rekordverdächtige Besucherzahl. Feuerwehr geht auf Nummer sicher und bewässert rundum den Waldboden.

Hoch „Katharina“ machte es möglich: Für die Eiersuche brauchte man keine Regenjacke, das Eis schmeckte bei fast schon hochsommerlichen Temperaturen im Freien – und die Osterfeuer brannten wie Zunder.

Am Fuße des Arnsberger Kreuzbergs hatte sich am Abend des ­ersten Feiertages schon früh eine lange Warteschlange gebildet, nach den Wetterkapriolen der vergangenen Jahre zog es die Menschen wieder hinauf zur Osterfeuerwiese, um das Spektakel live aus der Nähe zu erleben.

300 Fackeln heiß begehrt

Pünktlich bei Einbruch der Dunkelheit brachten die Kommunionkinder der St. Norbertus-Gemeinde in einer Laterne die Flamme der Osterkerze an die erste Station des Kreuzwegs. Nach dem Startböller entzündeten die Feuerwehrmänner des Löschzugs Arnsberg mit dem Licht die erste Fackel.

Dann wurde das Gedrängel groß, denn jeder wollte eine der begehrten 300 Fackeln mit bekommen. Von den Anhöhen und Häusern der Stadt imposant zu betrachten, zog der lange Lichterzug in Richtung Kreuzkapelle, oben angekommen, wurden die Fackeln von der Feuerwehr aus Sicherheitsgründen sofort gelöscht.

Heimatbund-Vorsitzender Werner Bühner dankte den über 120 Helfern von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Heimatbund und Blasorchester sowie den Mitarbeitern der Neuen Arbeit Arnsberg (NAA), die das Holz für die 3000 Fichtenschanzen gesammelt und gebunden hatten.

Dann kam der große Moment für Anzünderin Erika Hahnwald. Osterfeuerausschuss-Vorsitzender Peter Hansknecht erklärte einmal kurz den Ablauf und führte Erika Hahnwald mit der brennenden Fackel entlang des Holzstoßes. Minuten später loderten die Flammen in den noch dunkelblauen Nachthimmel.

Freude über Ehrenamt

„Puuhh, ist das heiß“, meinte Erika Hahnwald nach dem gelungenen Anzünden und konnte ihre Freude über dieses Ehrenamt nicht verhehlen. Fast unbemerkt von den Tausenden von Zuschauern machten sich die Feuerwehrleute des Löschzuges Arnsberg einsatzbereit. Trotzdem der Wald Richtung Seufzertal seit Karsamstag mit so genannten Düsenschläuchen eingesprengt wurde, wollte die Löschzugführung kein Risiko eingehen. Mehrere Trupps stiegen mit Strahlrohren und Schläuchen den Hang hinunter und bewässerten den Waldboden, die Wasserentnahme erfolgte aus einem Abrollbehälter mit 11.000 Liter Volumen.

Imposantes Höhenfeuerwerk

Glücklicherweise ging alles gut, das Osterfeuer brannte kon­trolliert nieder. Zum Abschluss folgte ein imposantes Höhenfeuerwerk, aufgrund des trockenen ­Wetters ohne den oft störenden Qualm. Rakete um Rakete ­schossen die Feuerwerker der Firma Prinz in den Himmel und entfachten über der Stadt ein ­schillerndes Schauspiel bunter Farben.

Prächtige Feierstimmung

Auf der Osterfeuerwiese herrschte anschließend noch lange Zeit prächtige Feierstimmung, besonders die Besucher aus dem Nachbarort Wennigloh waren wie immer gut vertreten. Musikalisch umrahmt wurde die Traditionsveranstaltung vom Blasorchester der Arnsberger Bürgerschützen unter der Dirigentschaft von Ines Linke.

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