Schützenbruderschaft

Bachumer Schützen setzen Zeichen gegen Rassismus

Schützenoberst Ingo Leopold und Arnsbergs Bürgermeister Ralf Paul Bittner halten das Schild „Respekt“ im Kreis von einigen Bachumern in Händen.  Für alle sichtbar ist der Hinweis danach am Eingang des Schützenplatzes aufgehängt worden. Die St.-Isidor-Schützenbruderschaft kann sich gewiss sein: „Die Bewohner von Bachum stehen voll hinter der Aktion.“

Schützenoberst Ingo Leopold und Arnsbergs Bürgermeister Ralf Paul Bittner halten das Schild „Respekt“ im Kreis von einigen Bachumern in Händen. Für alle sichtbar ist der Hinweis danach am Eingang des Schützenplatzes aufgehängt worden. Die St.-Isidor-Schützenbruderschaft kann sich gewiss sein: „Die Bewohner von Bachum stehen voll hinter der Aktion.“

Foto: Achim Benke

Bachum.  Am Bachumer Schützenplatz-Eingang hängt jetzt das Schild „Respekt! - Kein Platz für Rassismus“.

„Respekt! – Kein Platz für Rassismus“, das macht die Schützenbruderschaft St. Isidor Bachum jetzt ganz besonders deutlich sichtbar. Im Eingangsbereich des Bachumer Schützenplatzes, neben dem Kassenhäuschen, hängt seit Dienstagabend ein DIN A3 großes Schild mit der Aufschrift „Respekt! – Kein Platz für Rassismus“.

Arnsbergs Bürgermeister Ralf -Paul Bittner und Bachums Schützenoberst Ingo Leopold haben gemeinsam den eindeutigen Hinweis für jeden sichtbar angebracht.

„Wir wollen nicht nur darüber reden, wir wollen es auf diese Weise auch für alle sichtbar machen. In Bachum haben wir Respekt vor jedem Menschen, und Rassismus hat bei uns nichts zu suchen“, betont Leopold. Er und seine Schützen waren sofort einverstanden, dass das Schild an einem würdigen Platz angebracht wird. „Es wird von vielen behauptet, dass die Schützenbruderschaften sehr wertkonservativ sind. Damit hat Bachum kein Problem.

Weltoffenheit

Wir sind weltoffen, und das zeigen wir auch als christliche Bruderschaft“, so Leopold. Für Bürgermeister Bittner ist es ein ganz besonderes öffentlich sichtbares Zeichen einer Schützenbruderschaft, sich gegen Rassismus auszusprechen und für gegenseitigen Respekt einzustehen. „Respekt darf aber keine Einbahnstraße sein. Hier in Bachum sehe ich an der Beteiligung der Bewohner, dass sie hinter der gesamten Aktion stehen.

„Das Schild hängt genau an der richtigen Stelle und ist nicht nur für jeden Besucher des Platzes sofort sichtbar“, betont Bittner. Die Bachumer Schützenbruderschaft ist nicht nur die erste Bruderschaft im Stadtgebiet, die sich an der Aktion „Respekt – Kein Platz für Rassismus“ beteiligt, sondern auch im Gebiet des Kreisschützenbundes Arnsberg.

Klares Statement

Kreisoberst Dietrich-Wilhelm Dönneweg findet, dass die Bachumer Schützen ein klares Statement für alle Schützen im Kreisgebiet abgeben. Dönneweg: „Mir liegen keine weiteren Informationen vor, dass eine andere Schützenbruderschaft, -Verein oder -Gesellschaft in unserem Kreisgebiet an so einer öffentlichen Aktion teilgenommen hat.“

Leopold kennt das Projekt von der IG-Metall: „In Unternehmen, Bundesliga-Vereinen und anderen Organisationen zeigt man mit dieser Aktion Respekt. Da kam mir die Idee, dass passt auch zu einer Schützenbruderschaft. Als ich es unserem Vorstand vorgeschlagen habe, waren sie alle einverstanden und nicht nur der Vorstand, auch die Bachumer.“

Das wurde deutlich auf dem Schützenplatz, als Bittner und Leopold das Schild aufgehängten. Für Leopold passiert so viel Unrecht und Unmenschliches auf der Welt, da mussten er und seine Schützen zeigen, dass es so nicht weiter gehen kann.

Von unten aufrütteln

„Andere zu unterstützen und zu helfen, das nimmt immer mehr ab und färbt ab. Die großen Mächtigen in der Politik in den bekannten Ländern machen es uns doch vor. Wir von unten müssen die Menschen aufrütteln. Bachum ist ein weltoffenes und friedliches Dorf. Das hier ist ein Appell an alle, dass wir bei uns Respekt zeigen und keinen Platz für Rassismus haben.“

Für ihn ist die Mehrheit der Menschen für die Demokratie, leider ist es aber auch die schweigende Mehrheit. „Die Lauten sind die Extremisten. Für die haben wir bei uns keinen Platz“, betont Leopold.

Seine Schützen, die Bachumer wollen ein Zeichen setzen. „Das unserer Bürgermeister mit dabei ist, zeigt die Ernsthaftigkeit und erreicht alle Parteien und die Öffentlichkeit. Wir als Schützenbruderschaft sind parteilos. Wir sind alle Demokraten“, erklärt der neue Schützenhauptmann Kevin Kirschner.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben