Bürgergärten Arnsberg

Bürgergärten Arnsberg: Keine Veranstaltungen möglich

Nicht begeistert von der Situation, weil viele Veranstaltungen ins Wasser fallen: Fördervereinsvorsitzender Uwe Schmidtke vor dem beschädigten Gartenhaus in den Bürgergärten.

Nicht begeistert von der Situation, weil viele Veranstaltungen ins Wasser fallen: Fördervereinsvorsitzender Uwe Schmidtke vor dem beschädigten Gartenhaus in den Bürgergärten.

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.  Wegen eines Wasserschadens können die klassizistischen Gartenhäuschen nicht genutzt werden. Einen Termin für die Reparatur gibt es noch nicht.

Der Förderverein Bürgergärten steht vor einem Problem: Waren schon in diesem Jahr keine größeren Veranstaltungen in der Gartenanlage möglich, könnte sich dieses Dilemma 2020 fortsetzen - weil eines der unter Denkmalschutz stehenden historischen Gartenhäuschen nach einem Dach- und Wasserschaden nicht zur Verfügung steht. Doch eine schnelle Reparatur ist bislang nicht möglich, da denkmalpflegerische Aspekte zu berücksichtigen und damit entsprechende Genehmigungen abzuwarten sind.

„Der ein oder andere mag sich schon gewundert haben“

„Der ein oder andere“, sagt Uwe Schmidtke als Vorsitzender des Fördervereins, „wird sich sicher schon gewundert haben, dass wir mit Ausnahme des Ostereiersuchens und unserer jährlichen Radtour keine Veranstaltungen angeboten haben.“

Doch das sei allein der Tatsache geschuldet, dass die klassizistischen Gartenhäuschen in den Bürgergärten nicht genutzt werden konnten und können.

Undichtigkeit im Dach des ersten Gartenhäuschens verursacht Wasserschaden

Der Grund: Im Winter 2018/2019 ist am Dach des ersten (schiefen) Gartenhäuschens zunächst unerkannt eine Undichtigkeit aufgetreten, so dass Wasser in das Gebäude eindringen konnte. In der Folge fiel unter anderem der Putz von der Decke. Und da der Förderverein, so Schmidtke, daher die dort gelagerten Materialien im zweiten Gartenhaus deponieren musste, fiel auch dieses für Veranstaltungen weg.

Untersuchung ergibt: Schaden am Dach ist größer als angenommen

Hatte man zunächst noch gedacht, dass sich die Beseitigung des Wasserschadens - „abdecken, prüfen, reparieren, Lehmputz aufbringen und fertig“ - zu keiner großen Angelegenheit entwickeln würde, „mussten wir dann leider schnell das Gegenteil erkennen“. Denn eine eingehende Untersuchung ergab schnell, dass der Schaden am Dach erheblich gravierender ist als angenommen.

Die Denkmalbehörden müssen nun entscheiden, wie es weiter zu verfahren ist

Aber warum ist die Reparatur noch nicht längst erfolgt? Die Antwort:

Bei der umfassenden und damals dringend erforderlichen Sanierung der einst vom Verfall bedrohten Gartenhäuser als Zeitzeugen früheren bürgerlichen Lebens in Arnsberg sind Fördermittel aus dem Denkmaltopf von nicht unbeträchtlicher Größe geflossen.

„Deshalb“ erklärt Uwe Schmidtke, „müssen die Denkmalbehörden, entscheiden wie in dieser Sache vorzugehen ist und letztlich darüber befinden, „wann was wie zu tun ist. Und das scheint sich zu ziehen.“

Dies auch, weil entsprechende denkmalpflegerische Gutachten zu erstellen und Angebote einzuholen seien. „Und daher hängen wir als Förderverein mit unseren Planungen in der Luft“.

Auch „Gruselabend“ muss ausfallen

Er persönlich, so Schmidtke, gehe jedenfalls davon aus, dass in diesem Jahr angesichts des bevorstehenden Winters wohl nichts mehr passieren werde.

Vor diesem Hintergrund hat der Förderverein bereits die noch vorgesehenen Herbst-/Winterevents abgeblasen. Wie zum Beispiel den „Gruselabend“ und das schon traditionelle Krippenspiel.

Förderverein hofft jetzt auf Schadensbeseitigung spätestens zu frühem Termin 2010

„Das ist natürlich für uns sehr ärgerlich, schließlich haben wir – teils gemeinsam mit anderen Vereinen wie dem ,Spielwerk Arnsberg‘ - bereits einiges an Vorbereitungsarbeiten investiert.“ Und bis zuletzt gehofft, wenigstens den szenischen, von Musik umrahmten Gruselabend am 27. Oktober anbieten zu können. „Doch auch von dieser Hoffnung mussten wir uns verabschieden.“

Nun setzt der Förderverein Bürgergärten darauf, wenigstens in 2020 zu einem recht frühen Termin wieder durchstarten zu können. Sprich: Dass bald Antwort von den zuständigen Behörden kommt, wie und wann die Reparaturen aufgenommen werden können. „Das Programm für das nächste Jahr jedenfalls steht.“

Doch einen „Leckerbissen“ gibt es noch im laufenden Jahr

Von diesem Schwebezustand nicht betroffenen wird aber das bei Kindern und Eltern beliebte Ostereiersuchen im Frühjahr 2020 sein. „Das werden wir durchziehen. Dann wird das Kaffee- und Kuchenbuffet eben in einem improvisierten Pavillon aufgebaut.“

Aber – trotz der Misere – gibt es auch noch in laufenden Jahr einen Leckerbissen für Arnsberger und Kunstinteressierte:

Drei Werke des Künstlers Rudolf Olm werden in den Bürgergärten installiert

Der Förderverein hat aus dem Nachlass des bekannten heimischen Künstlers Rudolf Olm drei Skulpturen erhalten, um diese in den Bürgergärten an der Twiete aufzustellen. Die Skulpturen werden am 3. November, einem Sonntag, mit einem kleinen Begleitprogramm eingeweiht und damit der Öffentlichkeit übergeben.

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