Corona

Corona: Auch das CVUA in Arnsberg untersucht jetzt Proben

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) im Arnsberger Hasenwinkel.

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) im Arnsberger Hasenwinkel.

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.  Die in nordrhein-westfälischen Schlachthäusern aufgetretenen hohen Infektionszahlen machen den per Erlass angeordneten Einsatz erforderlich.

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen (CVUA) ist seit dem starken Auftreten von Covid-19-Infektionen in einige Schlachthöfen per Erlass mit entsprechenden diagnostischen Untersuchungen auf das Coronavirus betraut worden. Auch in Arnsberg.

Inzwischen wurden in den insgesamt vier CVUA-Standorten mehrere Hundert von Schlachthaus-Mitarbeitern gezogene und dann zugesandte Proben analysiert.

Vorstandsvorsitzende Birgit Kastner: „Wir standen praktisch schon Gewehr bei Fuß“

Was allerdings das CVUA nicht unvorbereitet getroffen hat. Im Gegenteil: „Denn wir standen praktisch schon Gewehr bei Fuß“, sagt CVUA-Vorstandsvorsitzende Birgit Kastner.

Weil das Institut bereits frühzeitig in der Coronakrise angewiesen worden sei, sich für eine mögliche zweite und heftige Coronawelle bereitzuhalten, sollten die humanmedizinischen Untersuchungslabore die dann in großen Mengen anfallenden Untersuchungsaufträge nicht mehr alleine stemmen können.

CVUA stellte schon früh sogenannte Corona-Teams zusammen

Die dafür im CVUA erforderlichen hausinternen Umstellungen waren dann auch sofort umgesetzt worden, um in einem solchen Fall die humanmedizinischen Labore flankierend unterstützen und so unnötige Verzögerungen bei den Messungen möglichst vermeiden helfen zu können.

So habe man unverzüglich CVUA-interne Verfahrensabläufe für die Corona-Untersuchungen entwickelt. Kastner: „Und das war wenig problematisch.“

Die Räume seien entsprechend ausgestattet, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diese Aufgabe geschult und sogenannte Corona-Teams zusammengestellt worden. Damit sofort alle Rädchen reibungslos ineinandergreifen können.

„Diese Art der Analyse ist uns ja auch schließlich nicht fremd“

„Diese Art der Analyse ist uns ja auch schließlich nicht fremd.“ Immerhin, sagt die CVUA-Chefin, würden allein am Standort an der Arnsberger Taubeneiche pro Jahr mehr als 100.000 veterinärmedizinische Untersuchungen mit der PCR-Technik im Rahmen der Tierseuchendiagnostik vorgenommen.

„Daher sind die Kolleginnen und Kollegen bestens eingespielt. Das läuft bei uns sehr gut, wir haben gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Und genau das, die hohe Qualität der in den CVUA-Einrichtungen des Landes geleisteten Arbeit, sei letztlich ausschlaggebend für die zu Beginn der Coronakrise entstandene Idee gewesen: „Die können das auch.“

Birgit Kastner lobt das große Engagement der CVUA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Birgit Kastner jedenfalls zieht, was die internen Vorbereitungen auf Corona-Messungen betrifft, ein positives Fazit - und den Hut vor ihren Mitarbeitern:

„Ich bin sehr zufrieden, wie die Methodik aufgebaut ist. Was nur durch das tolle Engagement aller Mitarbeiter möglich war.“ Vorbereitungen, die - so stellt sich jetzt heraus - sehr wichtig waren und möglicherweise immer wichtiger werden, sollte tatsächlich eine zweite Infektionswelle über das Land hinwegrollen.

Zu Beginn der Corona-Pandemie hatten die humanmedizinischen Labore zu kämpfen

„Denn zu Beginn der Pandemie,“ weiß Kastner, „hatten die humanmedizinischen Labore tatsächlich zu kämpfen. Aber dann konnten diese - auch, weil sie im System der humanmedizinischen Untersuchungen eingebunden und mit den bestehenden Strukturen vertraut sind - ihre Kapazitäten schnell ausbauen und die anfallenden Aufträge zeitnah umsetzen.“

Die genannten Vorbereitungen und die aktuell laufenden Untersuchungen der eingegangenen Proben von Schlachthaus-Mitarbeitern, macht Birgit Kastner deutlich, würden aber in keiner Weise die originären Aufgaben des CVUA beeinträchtigen.

2025 sollen alle vier CVUA-Standorte in Holzwickede zentralisiert werden

Übrigens: Die Zeitmarke 2025 für die Aufgabe des CVUA-Standortes Arnsberg hat weiter Bestand. Wie berichtet, werden die bislang vier CVUA-Standorte Arnsberg, Hagen, Bochum und Hamm in Holzwickede im Kreis Unna zentralisiert. Der geografischen Mitte der vier Einrichtungen. Alle Arbeitsplätze bleiben jedoch erhalten.

Derzeit jage in Sachen CVUA-Zentralisierung und allen damit verbundenen Aufgaben eine Sitzung die nächste, so Vorstandsvorsitzende Birgit Kastner. Was durch die vielen Corona-Auflagen zwar nicht immer einfach sei, „doch dafür laufen die Planungen bislang sehr gut.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben