CDU-Parteitag

Delegierte der Union betreten Neuland

Der Parteitag der Bundes-CDU findet digital statt. Die Delegierten werden am Bildschirm über den neuen Bundesvorsitzenden entscheiden.

Der Parteitag der Bundes-CDU findet digital statt. Die Delegierten werden am Bildschirm über den neuen Bundesvorsitzenden entscheiden.

Foto: Lothar Ladage

Arnsberg.  Fritz Nies und Klaus Kaiser sind zwei von neun Vertretern aus dem HSK, die beim Parteitag den neuen CDU-Vorsitzenden wählen

Schon mehrfach war der Arnsberger Fritz Nies Delegierter bei einem Bundesparteitag der CDU. An diesem Wochenende aber zählen die vielen gemachten Erfahrungen nichts. „Alles wird anders sein,“ merkt Fritz Nies an. Das bezieht er nicht allein darauf, dass es dieses Mal um die Richtung der Union für die kommenden Jahren gehe, wenn die Delegierten zwischen den drei Kandidaten Friedrich Merz, Armin Laschet und Norbert Röttgen entscheiden. Fast eben so spannend sei, dass die Delegierten zuvor noch nie an einem digitalen Bundesparteitag teilgenommen haben. Fritz Nies: „Das ist ganz neu, aber toll.“

„Schon die Vorbereitungen auf den Parteitag liefen bei mir anders als sonst gewohnt,“ sagt Nies. "Unterlagen mit Hinweisen und viele weitere Informationen hat uns die Berliner CDU-Parteizentrale bereits vor Tagen zugeschickt." Am vergangenen Dienstag (12. Januar) gab es dann vor dem Bildschirm einen Probelauf.

Über die Hilfe aus der Berliner CDU-Zentrale ist Fritz Nies dankbar: „Selbst Leuten, die sonst mit allem Digitalen nicht so vertraut sind, ist sehr kompetent geholfen worden.“ Nies schätzt, dass mehr als 40 Helferinnen und Helfer in der Parteizentrale an den Telefonen saßen, um Fragen der Delegierten zu beantworten.

Auch Klaus Kaiser, heimischer Landtagsabgeordneter aus Arnsberg, ist CDU-Bundesdelegierter. "Ich bin gut vorbereitet, habe schnelles Internet, und die Probeläufe liefen gut." Klaus Kaiser ist ebenfalls alter Parteitagshase: "Bei jedem Bundestreffen gab es eine Erinnerungs-Tasse. Und obwohl nun alles digital läuft, die Tasse hat es auch dieses Mal gegeben. Damit werde ich mich vor den Computer setzen. Dann habe ich etwas Vertrautes in einem neuen digitalen Umfeld. Ich finde das höchst spannend."

Nies und Kaiser gehören zu den neun Delegierten, die den Hochsauerlandkreis innerhalb der CDU-Landesgruppe Nordrhein-Westfalen vertreten. Die trafen sich schon am Abend (Donnerstag, 14. Januar) im Vorfeld des Parteitags, natürlich auch digital am Bildschirm. Am Freitag (15. Januar) gibt es zur Eröffnung die Grußreden. Höhepunkt wird am Samstag (16. Januar) die Wahl des neuen CDU-Bundesvorsitzenden sein. Fritz Nies: "Wir geben eine Verifizierungsnummer ein und können abstimmen." Das gelte auch für einen wahrscheinlichen zweiten Wahlgang. Klaus Kaiser: "Dankbar bin ich Generalsekretär Paul Ziemiak, der alles sehr gut vorbereitet hat."

Damit die Wahl des neuen CDU-Parteivorsitzenden auch rechtlich abgesichert ist, werden die Delegierten ihre Entscheidung noch einmal per Briefwahl abgeben. "Auch hierbei läuft die Identifizierung der Delegierten über ein Code-System", erläutert Fritz Nies.

Und für wen werden Fritz Nies und Klaus Kaiser stimmen? Darauf kommt einmütig von beiden die Antwort: "Die Wahl ist geheim."

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