Integration

Flüchtlinge lernen in Arnsberg in normalen Klassenverbänden

Lernen in den Regelklassen: Zuwanderer-Kinder werden in Arnsberg nur in Sonderfällen in Integrationsklassen unterrichtet.

Lernen in den Regelklassen: Zuwanderer-Kinder werden in Arnsberg nur in Sonderfällen in Integrationsklassen unterrichtet.

Foto: dpa Picture-Alliance / Bernd Wüstneck

Arnsberg.   An Grund- und an weiterführenden Schulen in Arnsberg werden junge Zuwanderer in die Klassenverbände integriert. Stadt zahlt Sprachförderung.

Die Beschulung von jungen Flüchtlingen stellte die Schulen der Stadt Arnsberg auf dem Höhepunkt des Flüchtlingszustroms vor drei Jahren vor eine große ­Herausforderung. An vielen Schulen entstanden Integrations­klassen, um Kinder und Jugendliche mit fast durchweg nicht vorhandenen Deutsch-Kenntnissen unterrichten zu können.

Inzwischen gibt es diese Klassen nur noch als Ausnahmelösung an vereinzelten Schulen.

Junge Flüchtlinge bekommen weiterhin Deutschförderung

„Zugewanderte Kinder und Jugendliche sind inzwischen grundsätzlich in Regelklassen der allgemeinbildenden Schulen eingegliedert und erhalten dort unterrichtsbegleitende Förderung in Deutsch und weiteren Fächern“, erklärt die Stadt Arnsberg. Diese Förderung werde zum Teil von den Schulen selbst, durch speziell ausgebildete Lehrkräfte (Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache), geleistet.

Das gelingt allerdings nicht überall mit eigenem Personal. So unterstützen an Schulen, deren Lehrerausstattung eine derartige Förderung nicht zulässt, Sprachlernbegleiter aus einem Förderprogramm des Hochsauerlandkreises die Kinder in kleinen Fördergruppen. Vor ­allem, so die Stadtverwaltung als Schulträger, seien es aber die Sprachlernbegleiter aus den ehemaligen kommunal initiierten „Starterklassen“, die zugewanderte Kinder weiterhin neben dem Regelunterricht begleiten.

Abitur soll das Ziel sein

Die Kosten dafür übernimmt die Stadt Arnsberg, denn diese schulbegleitenden Förderstunden werden aus einem kommunalen Budget, verwaltet vom Bildungsbüro, finanziert. „Integrationsklassen sind nur noch Sonderlösungen“, betont Stadtsprecherin Stephanie Schnura. Zuletzt gab es eine Internationale Förderklasse (IFK) am HSK-Berufs­kolleg am Eichholz.

Zudem einen Deutsch-Kompaktkursus am Laurentianum für Sprachanfänger des Laurentianums und der Sekundarschule am Eichholz mit dem Ziel, nach einem Schulhalbjahr das A2-Niveau zur Teilnahme am Regelunterricht zu erreichen. Eine Inte­grationsklasse am Sauerlandkolleg will auf die Bildungsgänge des Weiterbildungskollegs vorbereiten. Eine weitere Inte­grationsklasse dort dient als Vorkursus zum Bildungsgang des Abendgymnasiums. Ziel dabei ist dann das Abitur.

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