Polizei

Hochsauerlandkreis: Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt

Unfallfluchten bereiten der Polizei viel Arbeit.

Unfallfluchten bereiten der Polizei viel Arbeit.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Arnsberg/Sundern.  Die Aufklärung von Unfallfluchten sind sehr schwierig und bereiten der Polizei auch im Kreisgebiet sehr viel Arbeit.

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Unfallflucht ist unfair! Wer einen Schaden verursacht muss auch dafür gerade stehen. Doch: Im HSK flüchteten im letzten Jahr fast 1.700 Unfallbeteiligte. Und die Geschädigten bleiben häufig auf den Kosten sitzen.

Angst vor Strafe, Vermeidung von Unannehmlichkeiten, Alkohol-/Drogenkonsum oder der Verlust des Schadenfreiheitsrabattes sind wohl die am häufigsten vorkommenden Motive. Zudem zeigt die polizeiliche Erfahrung, dass sich das Phänomen der Unfallfluchten durch alle gesellschaftlichen Schichten zieht.

Bei Blechschäden gibt es kaum Ermittlungsansätze

In den meisten Fällen fällt die Unfallflucht erst auf, wenn der Geschädigte zurück zu seinem Auto kommt. Für die Polizei bedeutet das: Es gibt nur wenige bis gar keine Ermittlungsansätze. Eine Aufklärungsquote von knapp 45 Prozent in 2018 weist auf die schwierige Arbeit der Ermittler hin.

Etwas besser sieht die Aufklärungsquote bei Unfallfluchten aus, bei denen Menschen verletzt wurden. Bei 64 dieser Fluchten ermittelte die Polizei im letzten Jahr 38 Täter. Das entspricht einen Wert von etwa 60 Prozent.

Unfallflucht ist nämlich kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat

Die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis möchte im Rahmen ihrer Präventionsarbeit auf das Thema „Unfallfluchten“ hinweisen. Unfallflucht ist nämlich kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat.

Einen wesentlichen Anteil zur Aufklärung von Unfallfluchten können Zeugen beitragen. Nur durch die Mitteilung aufmerksamer Zeugen konnten eine Vielzahl von Unfallfluchten geklärt werden. Diese helfen damit, dass der Geschädigte seinen finanziellen Schaden beim Verursacher geltend machen kann.

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