Kreisumlage 2020

Hochsauerlandkreis will Kreisumlage für 2020 weiter senken

Viel Geld: Das Aufkommen der Kreisumlage für 2020 im Hochsauerlandkreis liegt mit den Daten des Etatentwurfs bei 141,50 Millionen Euro.

Viel Geld: Das Aufkommen der Kreisumlage für 2020 im Hochsauerlandkreis liegt mit den Daten des Etatentwurfs bei 141,50 Millionen Euro.

Foto: WP

Hochsauerlandkreis/Arnsberg.  Landrat Dr. Karl Schneider hat den HSK-Haushalt 2020 eingebracht: Hebesatz der allgemeinen Kreisumlage soll um 0,40 Prozentpunkte sinken.

Gute Nachrichten für die Städte und Gemeinden des Hochsauerland­kreises: Ihre Kämmerer müssen im kommenden Jahr wohl nicht mehr Geld an den HSK überweisen als für 2019: „Die noch guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führen u. a. dazu, dass ich dem Kreistag vorschlagen werde, den Hebesatz der allgemeinen Kreisumlage um 0,40 Prozentpunkte auf den dann für 2020 geltenden Satz von 34,87 Prozent zu reduzieren“, sagte Dr. Karl Schneider während der Sitzung des Kreistages am Freitag in Meschede.

Trotz dieser geplanten Hebesatzsenkung sei der HSK in der Lage, den Haushalt 2020 auszugleichen, so der Verwaltungschef des Hochsauerlandkreises in seiner Haushaltsrede weiter. Das Aufkommen der Kreisumlage liege mit den Daten des Etatentwurfs 2020 bei 141,50 Millionen Euro, es steige damit – im Vergleich zum laufenden Jahr 2019 – um 3,45 Millionen Euro.

Die Möglichkeit der Hebesatzsenkung hat ihre wesentliche Ursache in der sich derzeit noch positiv entwickelnden Finanzkraft der heimischen Städte und Gemeinden:

Solider Anstieg der Steuerkraft

Ein „solider Anstieg der Steuerkraft“ – um 12,68 Millionen Euro auf ein Volumen von 366,55 Millionen Euro – hat die Steuererträge der HSK-Kommunen um 3,58 Prozent wachsen lassen. Diese positive Entwicklung sowie umsichtige Haushaltsplanung und Haushaltsführung in den vergangenen Jahren haben für eine gute Liquidität gesorgt – der Kreis habe das Fundament dafür gelegt, die Umsetzung großer Investitionsprojekte – vor allem an den Berufskollegs in Olsberg und Hüsten – stemmen zu können.

Für das Kreisjugendamt hingegen komme man nicht umhin, den Hebesatz in 2020 zu erhöhen, wenn der Haushalt ausgeglichen gestaltet werden soll, so der Landrat. Die Verwaltung hat dem Kreistag deshalb vorgeschlagen, den Hebesatz der Sonderumlage um einen Prozentpunkt auf den dann für 2020 geltenden Wert von 19,40 Prozent zu erhöhen. Arnsberg und Sundern verfügen über eigene Jugendämter, sind von dieser Umlage daher nicht betroffen.

Der Stellenplan der Kreisverwaltung weist für 2020 im Kernhaushalt bei einer Gesamtstellenzahl von 727 Stellen eine Erhöhung um vier Stellen aus. Allein zwei Stellen werden zur Erfüllung der Aufgaben des HSK im Bereich Waffenrecht benötigt.

Zu Beginn der Sitzung hatten die Kreistagsmitglieder eine Gedenkminute für die Opfer des Anschlags in Halle/Saale eingelegt.

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