Jazz-Club

Jazz-Musik in Arnsberg im Aufwind

Yellow Express“ bescherte dem Jazz-Club Arnsberg jetzt wieder ein volles Haus in der Kultur-Schmiede. Auf dem Programm standen mit Sängerin Helene Pawlitzki Soul-Klassiker aus den 1960-er Jahren.

Yellow Express“ bescherte dem Jazz-Club Arnsberg jetzt wieder ein volles Haus in der Kultur-Schmiede. Auf dem Programm standen mit Sängerin Helene Pawlitzki Soul-Klassiker aus den 1960-er Jahren.

Foto: Frank Albrecht / WP

Arnsberg.  Der Arnsberger Jazz-Club freut sich wieder über gut besuchte Konzerte / 2021 wird der 30. Geburtstag gefeiert

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Zum Glück wieder ein gut besuchtes Konzert beim Jazz-Club in Arnsberg: „Yellow Express“ begeisterte am letzten Freitag im Stammlokal über 80 Gäste. Dabei haben die elf Musiker der Band mit Musikern aus ganz NRW alles gespielt – nur keinen Jazz. Die golden Zeiten der Soul-Musik aus den 1960-er Jahren standen auf dem Programm und konnten ein Publikum begeistern, dass sonst auch gerne die „echte“ Jazz-Musik an seine Ohren lässt.

Eine mit Tenor- und Bass-Saxophon sowie Trompete besetzte Bläsergruppe konnte für satten Soul-Sound und die passende Bass-Lage in der Musik sorgen. E-Piano und Orgel machten das Hörerlebnis für die Gäste zusammen mit Gitarre, Bass und Schlagzeug noch perfekter.

Nicht nur zu einem Hingucker wurden Kristin und Frauke Eisen sowie Verena Hauser, die als „Background“-Sängerinnen in vorderster Front standen und mehr als nur Begleitung waren. In Sachen Stimmung ging Sängerin Helene Pawlitzki allen voran. Sie tanzte und sang auf der Bühne und versuchte immer wieder, die Gäste zum Mit-Tanzen zu bewegen. Doch nur wenige Zuhörer folgten ihrer Anregung, die meisten beließen es beim Wippen mit Beinen und Füßen. Ein bisschen Ironie dazu von ihr – und die Party ging weiter.

„Ein gutes Konzert, das dem Publikum gefallen hat, ist für uns schon die halbe Miete“, sagt Antje Tetzlaff, Vorsitzende beim Jazz-Club Arnsberg und selber begeisterte Saxophonistin. Im Oktober und November habe es jetzt zwei gut besuchte Konzerte gegeben.

Nur ungern erinnert sich die Vorsitzende noch an die Zeit vor einem Jahr, da hatten sich bei den Angeboten des Clubs auch mal nur zehn Gäste eingefunden. „Das ist zu wenig, um unsere Arbeit auf Dauer halten zu können“; so Tetzlaff. Ab 80 Gästen sei man auf der sicheren Seite, im Durchschnitt seien es so knapp über 50 Menschen, die sich freitags zu den Konzerten einfinden. Positive Rückmeldungen, die persönlich oder über die sozialen Medien kommen, geben Rückenwind für die Arbeit des Clubs. Der, so erzählt Tetzlaff, kann sich vor Anfragen von Bands tatsächlich kaum retten. „Wir haben inzwischen einen guten Ruf in der Szene, und die Bands schätzen das Stammlokal“, erklärt sie. Und so würden die meisten Anfragen per Mail geschickt, mit einem Link zur Musik, die sich Antje Tetzlaff natürlich vorher immer anhört. Nur noch selten sei auch mal eine CD darunter.

Der Jazz-Club Arnsberg wurde 1991 gegründet, in zwei Jahren darf man den 30. Geburtstag feiern. Der Jazz-Club Arnsberg wird derzeit von rund 130 Mitgliedern getragen, die Zahl, so die Vorsitzende, erhöhe sich nur langsam – auch hier spielt die Demografie eine Rolle. Für 2020 dürfen sich Jazz-Liebhaber freuen:

Zehn Konzerte in 2020 geplant

Zehn Konzerte sind geplant, u. a. sollen Bossa Nova und Boogie Woogie zu hören sein, auch eine Big Band mit 20 Musikern kommt. Auch im Kunstsommer will man wieder mitmachen und bietet einen dreitägigen Workshop an. Für dieses Jahr gibt es aber nur noch einmal die Möglichkeit, in Stimmung und Lokalität des Jazz-Clubs einzutauchen: Ausgerecht zu Nikolaus (6. Dezember) singen „Sidney Ellis & her Midnight Preachers“ bei einem weihnachtlich angehauchten Konzert.

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