Verkehrsraum

Kreisverkehr Uentrop: Eine Liebeserklärung an eine Stadt

Arno Mesters Entwurf für die Gestaltung des Kreisverkehrs Casparistraße / A 46-Ausfahrt bei Uentrop.

Arno Mesters Entwurf für die Gestaltung des Kreisverkehrs Casparistraße / A 46-Ausfahrt bei Uentrop.

Foto: Fotomontage Roland Sprenger

Arnsberg/Uentrop.  Der bekannte heimische Künstler Arno Mester will mit einer Skulptur all das ausdrücken, was ihn bewegt, wenn er an „sein“ Arnsberg denkt.

Für den heimischen Künstler Arno Mester, der sich durch seine eindrucksvollen Betonskulpturen bundesweit einen Namen gemacht hat, ist Arnsberg eine bunte, eine lebendige, eine offene, eine aktive Stadt.

Und dies sollte sich auch symbolhaft an einer ihrer Eingangspforten niederschlagen.

Deshalb hat er einen Vorschlag für die Gestaltung des neuen Kreisverkehrs an der Casparistraße / Abfahrt A 46 „Arnsberg Ost“ bei der zuständigen Landesbehörde Straßen.NRW eingereicht: eine Figurengruppe, die all das ausdrückt, was Mester für Arnsberg empfindet.

Kreisverkehr ist ein Eintrittstor für Arnsberg

„Arnsberg Ost,“ sagt der Künstler, „ist meine Haus-Abfahrt, wenn ich von auswärtigen Aufenthalten zurückkehre. Und dabei sehe ich automatisch wie jeder andere Autofahrer auch immer den Kreisverkehr unten im Tal liegen.“

Da aber diese Abfahrt besonders für ortsfremde Besucher ein Eintrittstor für Arnsberg sei, „kam mir schließlich die Idee: Da muss etwas hin, was Arnsberg ausmacht.“

Arno Mester: „Gefragt, was Arnsberg für mich persönlich überhaupt bedeutet“

Die Idee war geboren - und damit die ohnehin schon bei Arno Mester reichlich vorhandene künstlerische Phantasie vor eine neue Herausforderung gestellt.

Doch wie an die Sache herangehen, um seinem Empfinden für Arnsberg eine sichtbare und vor allem nachvollziehbare Gestalt zu geben? Ganz einfach: „Ich habe mir zunächst einmal selbst die Frage gestellt, was Arnsberg für mich persönlich überhaupt bedeutet.“

„Ich höre immer wieder, wie begeistert Auswärtige von Arnsberg sind“

Denn was Arnsberg für auswärtige Gäste bedeutet, das weiß Arno Mester aus eigenem Erfahren: „Ich höre in meinen Kursen immer wieder in schöner Regelmäßigkeit, wie begeistert Auswärtige von unserem Arnsberg sind.“

Diese würden für die Dauer der Seminare vielfach in den örtlichen Hotels und Pensionen wohnen, abends ausgehen und die Atmosphäre genießen. Und deren Kommentare am anderen Morgen: „Es ist toll hier bei euch.“

„Arnsberg ist eine bunte, eine lebendige und eine aktive Stadt von großer Offenheit“

Eine Begeisterung, denkt Arno Mester, die manche Einheimische vielleicht nicht mehr so empfinden würden, „weil sie Arnsberg täglich vor Augen haben.“ Deshalb hat sich der Künstler, der ein großes Atelier am Uentroper Dammberg betreibt, einfach einmal hingesetzt und in sich hineingehört, was Arnsberg für ihn selbst ausmacht.

Das Ergebnis: „Ich fühle mich wohl hier, weil Arnsberg ein bunte Stadt ist, weil Arnsberg eine lebendige Stadt ist, weil Arnsberg eine aktive Stadt von großer Offenheit ist.“

Viele private Initiativen

Das Bunte, zählt Mester auf, lasse sich leicht in der Zusammensetzung der heimischen Gesellschaft ausmachen.

Zum Beispiel an der aktiven Gruppe der portugiesischen Mitbürger, die immer wieder wichtige Beiträge in allen Bereichen liefern würde und mit ihrer guten Laune die Stimmung aufhelle.

Das Lebendige stelle sich in der Vielfalt des kulturellen Lebens dar - „wie durch die privat organisierten Theaterinitiativen, dem Teatron Theater oder dem Kunstsommer“. Und das Aktive in Form der vielen Angebote zum Beispiel der Sportvereine.

Alles zusammen schafft Selbstbewusstsein und Zusammenhalt

„Das alles zusammen,“ ist der Künstler überzeugt, „schafft ein gewisses Selbstbewusstsein, das sich im Handeln der Menschen, Vereine und Gruppen vor Ort widerspiegelt“. Was zugleich dazu beitrage, dass die Menschen in schwierigen Zeiten zusammenstehen würden. „Wie jetzt in der Coronakrise mit den vielen Initiativen, die älteren Menschen ihre Hilfe anbieten.“

Arno Mesters persönliche Gedanken fließen in der Skulptur zusammen

Diese seine ganz persönlichen Gedanken möchte Arno Mester in einer Skulptur zusammenführen, die davon im Zentrum des Uentroper Kreisverkehrs verkünden soll: durch große, unterschiedlich gefärbte und lebendig wirkende Figuren, die – im wahrsten Sinne des Wortes – zusammenstehen.

Den Gestaltungsvorschlag für den Kreisverkehr an Straßen.NRW gesandt

Einen entsprechenden Entwurf hat Mester bereits an die zuständige Landesbehörde Straßen.NRW in Meschede gesandt. Dort wird der Vorschlag, erfuhr unsere Zeitung auf Nachfrage, zunächst intern geprüft. Was sich allerdings aufgrund der auch die Behördenarbeit belastenden Corona-Auswirkungen durchaus verzögern könnte.

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