LEADER-Projekt

LEADER-Projekt gestartet: „In Holzen ist was los!“

Auftakt des LEADER-Projektes in Holzen: Mitstreiter für die drei großen Arbeitsgruppen im Dorf haben sich an dem Abend schnell gefunden. Jetzt wird es in Arbeitsgruppen konkret. Foto:Frank Albrecht

Auftakt des LEADER-Projektes in Holzen: Mitstreiter für die drei großen Arbeitsgruppen im Dorf haben sich an dem Abend schnell gefunden. Jetzt wird es in Arbeitsgruppen konkret. Foto:Frank Albrecht

Holzen.  LEADER-Projekt soll Holzen fit für die Zukunft machen. Auftaktveranstaltung mit vielen Interessierten. In Projektgruppen soll gehandelt werden.

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Schon der Titel galt vielen Bürgerinnen und Bürgern aus Holzen als Provokation: „Nix los in Holzen!?“ skandierten die Initiatoren und haben den Nagel im Dorf auf den Kopf getroffen. Natürlich, würde jeder sagen, aber es gilt, im Dorf die Weichen für die Zukunft zu stellen. Einen ersten Schritt gab es jetzt bei der Auftaktkonferenz zum LEADER-Projekt „Willkommenskultur in Arnsberg-Holzen“, an der sich zahlreiche motivierte Bürgerinnen und Bürger beteiligten. In Projektgruppen soll diskutiert und gehandelt werden. Die Vernetzung im Dorf will man voran treiben – digital und zwischenmenschlich.

Zeichen setzen für die Zukunft

Der Wegfall eines Geldautomaten, die Schließung eines Lebensmittelmarktes und die für viele Holzener unzureichende Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr haben die Bürger auf den Plan gerufen. In dem LEADER-Projekt „Willkommenskultur in Arnsberg-Holzen“ will man nun Zeichen setzen für die Zukunft. „Das Dorf hat sich in den vergangenen 30 bis 40 Jahren massiv verändert“, stellte Bernhard Padberg in einer Ansprache an die Teilnehmer der Auftaktkonferenz klar. Die aktuelle Situation im Dorf wolle man zum Anlass nehmen, um sich neu aufzustellen und Veränderungen durch Eigeninitiative einzuleiten.

Die gewählten Themen brennen den Bürgern aus Holzen auf den Nägeln und liegen eng beieinander: „Kommunikation“, „Mobilität und Versorgung“ und, für viele ganz wichtig: „Vereine/Miteinander/Nachbarschaft“. Anregungen zu allen drei Themenbereichen wurden im Verlauf des Auftakt­treffens von Christian Müller vorgestellt. Dabei will man in Holzen vor allem die Kommunikation im Dorf, aber auch über das Dorf verbessern. So will eine Willkommensbroschüre für Holzen genau diesen einen Punkt klären: „Warum Holzen?“ Und vom Leben nahe an der Natur bis zur Gemeinschaft im Dorf reichen die Argumente der LEADER-Mitstreiter für ihr Dorf. Über das Leben in Holzen berichtet längst der „Bieber-Bote“, der drei Mal im Jahr erscheint.

Es geht um mehr

„Es geht aber um mehr“, machten Müller und Padberg deutlich. So steht die Organisation des 1976 ins Leben gerufenen Ortsrings Holzen genauso auf dem Plan wie die Wiederbelebung der dorfeigenen Internetseite www.holzen.de . Aber dabei möchte man nicht stehen bleiben, und so sehen die Teilnehmer der Konferenz eine Fotomontage mit digitaler Infotafel, die sich an verschiedenen Stellen im Dorf aufstellen ließe. Längst schon hat man sich im Sinne des LEADER-Projektes auch Gedanken über die Mobilität für die Menschen in Holzen gemacht. An einer „Mitfahrer-Bank“ am Ortsausgang könnten sich die Menschen treffen, die in die Stadt fahren möchten und eine Fahrgelegenheit suchen.

Gemeinde Ense als Vorbild

Ein von der Gemeinde finanzierter „Dorfbulli“ könnte zudem gute Dienste im Sinne der Holzener leisten, wenn es um die Anbindung des Dorfes an die restliche Stadt geht. „Beispiele dafür finden wir schon in der Nachbarschaft, zum Beispiel in der Gemeinde Ense“, so Müller. Und auch die Gründung einer Freiwilligen-Agentur, wie sie in anderen Gemeinden längst funktioniert, scheint den Holzener Bürgern ein Weg in die richtige Richtung zu sein. Was die Geldversorgung in Holzen angeht, ist man von dem Erhalt eines Geldautomaten so weit entfernt wie zuvor, aber die Banken haben angeboten, die Bürger im Umgang mit E-Banking zu schulen. Das Konzept eines selbst geführten Dorfladens – wie in Sundern-Hagen – zählt bei den Menschen in Holzen als gute Möglichkeit, den Verlust des Lebensmittelmarktes aufzufangen. Um Informationen dazu aus erster Hand hat man sich schon bemüht.

Nächstes Treffen im September

Um das Miteinander in Holzen dauerhaft zu stärken und die dorfinterne Kommunikation zu verbessern, wird sogar über den Einsatz externer Berater nachgedacht, die über das LEADER-Projekt finanziert werden könnten. Mitstreiter für die drei großen Arbeitsgruppen im Dorf hatten sich an dem Abend schnell gefunden. Sie werden jetzt für sich die Arbeit zu den Themenschwerpunkten aufnehmen und das nächste gemeinsame Treffen im Dorf vorbereiten. Das wird nach aktuellen Plänen am 12. September im Dorf abgehalten, schon mit konkreten Ideen zur Umsetzung, wie alle hoffen.

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