Historisches Arnsberg

Mit den „Arnsberger Filmschätzchen“ durch die Jahrzehnte

Die Kommunale Neugliederung beschäftigte 1975 auch die Arnsberger Narren, die ihr so ganze eigene Meinung dazu hatten. Mehr dazu in den „Arnsberger Filmschätzchen 2019“.

Die Kommunale Neugliederung beschäftigte 1975 auch die Arnsberger Narren, die ihr so ganze eigene Meinung dazu hatten. Mehr dazu in den „Arnsberger Filmschätzchen 2019“.

Foto: Archiv Heimatbund Arnsberg

Arnsberg.  Der Arnsberger Heimatbund lädt zur 16. Auflage der beliebten Filmschätzchen-Reihe ein. Der Auftakt ist am 25. November in der Kulturschmiede.

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„Es gibt immer wieder neue Überraschungen. Das ist fast wie Weihnachten.“

Sagt Heimatbund-Vorsitzender Werner Bühner. Er muss es wissen. Denn bei ihm als Organisator und Macher der beliebten „Arnsberger Filmschätzchen“ laufen alle Fäden in Form von bewegten und unbewegten Bildern zusammen, aus denen dann seit der Erstauflage 2003 Jahr für Jahr das Material für tolle, stets ausverkaufte Filmabende zusammengestellt wird.

Lustige, kuriose und mitunter auch ernste Geschichten und Geschichtchen

„Durch die Jahrzehnte“ ist nun die 16. Auflage der Filmschätzchen überschrieben, die am 25. November - insgesamt vier Termine (Infobox) - erstmals über die Leinwand der Kulturschmiede flimmern wird.

Dann werden lustige, kuriose, mitunter auch ernste Geschichten und Geschichtchen lebendig, die so mancher schon längst vergessen haben mag.

Ein Wiedersehen mit lieben Menschen

Doch das Schöne an dieser Veranstaltungsreihe ist für Werner Bühner wie für die treue Filmschätzchen-Fangemeinde „das Wiedersehen mit Menschen, die längst nicht mehr unter uns sind“.

Und zwar nicht nur in Bildern, sondern auch mit originalem Ton. „Das ist schon sehr bewegend.“

Großer Zeitaufwand erforderlich

Und damit dieses Gefühl der Authentizität auch bei den Besuchern der Filmabende ankommt, dafür nimmt Bühner - in diesem Jahr „Alleinunterhalter“ am Schneidegerät - gern viele Mühen und einen großen Zeitaufwand in Kauf. Denn nach den „Filmschätzchen“ ist stets vor den „Filmschätzchen“.

„Das Sammeln der alten Filmrölleken für eine neue Ausgabe läuft praktisch über das ganze Jahr hinweg,“ gibt Werner Bühner einen Blick hinter die Kulissen frei. Aber richtig durchstarten würden die Vorbereitungen dann erst in den letzten drei Monaten vor der Premierenvorstellung.

Viele der „Filmschätze“ stammen aus Privatbesitz

Dabei nehme die Digitalisierung vor allem der alten Filmrollen - Schätze meist aus Privatbesitz - einen sehr großen Raum ein. Zudem sei viel Schneidearbeit erforderlich, um technische Fehler aus dem vorliegenden Rohmaterial zu entfernen.

Schließlich seien nicht alle Filme von „Profis“ gedreht worden. „Das aber ist ja auch das Spannende, weil so viele ungewöhnliche Perspektiven entstanden sind.“

Arbeit, die große Freude bereitet

Eine Arbeit, die Werner Bühner stets große Freude bereitet und die auch nicht vergebens ist. Denn das Publikum zeigte sich von den bisherigen 15 Filmschätzchen-Ausgaben stets begeistert, die Karten gingen immer weg wie die berühmten „heißen Semmeln“.

Und das soll auch in diesem Jahr so sein.

Auch die Kommunale Neugliederung 1975 wird närrisch beleuchtet

Die Zuschauer erleben so unter anderem eine Altstadt-Führung mit Klemens Pröpper und dessen durchsetzungsstarkem Hund „Häwerecht“ und das wirkliche Ruinenfest, als Gruppen und Vereine noch ehrenamtlich für den Wiederaufbau der Schlossruine aktiv sind.

Sie verfolgen, wie „Lölleken“ (Lorenz Franz) als letzter Arnsberger Türmer die Zeit an der Glockenturm-Uhr weit zurückdreht oder was so alles im Jahr 1999 passiert.

Aber auch den Karnevals-Festzug von 1975, als Arnsberg durch die Kommunale Neugliederung zu Groß-Arnsberg wird: „Wir sind neu gegliedert“.

„Immer wieder neue Überraschungen“

Das Material für die „Filmschätzchen 2019“ stammt von Privatpersonen wie Peter Hansknecht, vom unermüdlichen Filmklub Kamera 76 sowie auch aus den Archiven von ZDF und WDR.

Übrigens: Die „Filmschätzchen 2020“ hat Werner Bühner bereits im Kopf. Aber nur grob. „Denn es gibt ja immer wieder neue Überraschungen.“ Zum Glück.

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