Sauerland-Museum

Neubau am Sauerland-Museum eröffnet mit Macke-Ausstellung

Ministerpräsident Armin Laschet wird unter anderem von Landrat Dr. Karl Schneider und Bürgermeister Ralf Paul Bittner zum Museum geleitet.

Ministerpräsident Armin Laschet wird unter anderem von Landrat Dr. Karl Schneider und Bürgermeister Ralf Paul Bittner zum Museum geleitet.

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.  Das Arnsberger Sauerland-Museum hat mit einer Ausstellung des Künstlers August Macke seinen Neubautrakt eröffnet. Armin Laschet kam zu Besuch.

Eigentlich nicht zu fassen: Tagelang bestes Wetter, doch dann ziehen ausgerechnet zur nicht nur von Landrat Dr. Karl Schneider „sehnlichst erwarteten“ Eröffnung von Museumsneubau und August Macke-Ausstellung dunkle Wolken über die Stadt, die mitten hinein in die Rede von Ministerpräsident Armin Laschet den Regen platzen und den Museumshof zur großen Duschkabine werden lassen.

Was den Ablauf der Eröffnungszeremonie gehörig durcheinanderwirbelt. Dennoch die wichtigste Nachricht des Sonntags: Das Sauerland-Museum ist jetzt in kompletter Form als „Museums- und Kulturforum für Südwestfalen“ am Start.

Regen zwingt zu Änderungen: Einige Reden müssen abgesagt werden

Die 268 geladenen Gäste aus Politik, Verwaltung und kulturellem Leben ertragen Regenguss und Planänderung jedoch mit Fassung. Denn Landrat und Museumsleitung reagieren flexibel auf das Malheur:

Die vorgesehenen Reden von Bürgermeister Ralf Paul Bittner, Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein und Architekt Martin Bez werden kurzerhand gestrichen, dafür das Durchschneiden des roten Bandes an der Verbindungsbrücke von Alt- zum Neubau vorverlegt.

Kirchliche Einsegnung

Ebenso - als Ergänzung zum „feuchten Segen von ganz oben“, wie es ein Eröffnungsgast launig umschreibt - die kirchliche Einsegnung durch Pfarrerin Claudia Schäfer und Propst Hubertus Böttcher.

Armin Laschet: Bedeutsamer Beitrag für ein funktionierendes kulturelles Leben

Ministerpräsident Armin Laschet würdigt die Neuausrichtung des Museums unter anderem als bedeutsamen Beitrag für ein funktionierendes kulturelles Leben. Deren Realisierung sei ein Werk von vielen engagierten Menschen, die dabei auch großen Belastungen getrotzt hätten.

Ministerpräsident besichtigt Macke-Schau

Laschet nimmt sich direkt im Anschluss an die verkürzte Eröffnungszeremonie die Zeit, sich durch die Macke-Ausstellung führen zu lassen.

Er zeigt sich dabei fasziniert von der Komplexität der Schau, die nicht nur den Künstler Macke herausstreicht, sondern auch den Menschen. Dazu weiß Museumsleiter Schulte-Hobein dem Ministerpräsidenten im lockeren Gespräch interessante, weil kaum bekannte Details zu berichten.

„Balance zwischen westfälischer Bescheidenheit und gesundem Selbstbewusstsein“

Zuvor war Landrat Dr. Schneider in seiner noch vom Wetter ungetrübten Eröffnungsrede - wohl das Privileg des Hausherrn - nochmals auf die große Bedeutung des Museums für Kreis, Region und ganz Südwestfalen eingegangen.

„Dieses neue Museum hat dank der Regionale dem ländlichen Raum zu einer fein austarierten Balance zwischen westfälischer Bescheidenheit und gesundem Selbstbewusstsein verholfen.“

Macke hat seine Wurzeln im Sauerland

Äußeres Zeichen dafür: die Macke-Ausstellung. „Mit Selbstbewusstsein zeigen wir so auch ab heute Werke von August Macke, der eben kein Bonner oder Rheinländer war, sondern als gebürtiger Mescheder familiäre Wurzeln im Sauerland hatte.“

Nach dem offiziellen Ende der Einweihung wird das „Museums- und Kulturforum für Südwestfalen“ schließlich um 14 Uhr für die Allgemeinheit geöffnet.

Parkverbot missachtet: Fahrzeuge wurden abgeschleppt

In Erinnerung bleiben wird dieser 1. September allerdings nicht nur den geladenen Gästen, sondern auch einigen Autofahrern, die das ab Samstag um 14 Uhr aus Sicherheitsgründen eingerichtete Parkverbot am Alten Markt ignoriert hatten: Ihre Fahrzeuge wurden Sonntagmorgen rigoros abgeschleppt. Kostenpflichtig.

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