Windenergie

Neue Windenergieanlage bei Arnsberg-Holzen genehmigt

Eine Windenergieanlage des Herstellers Vestas mit einer Nabenhöhe von 142 Metern steht bald in Holzen. Die Genehmigung ist da.

Eine Windenergieanlage des Herstellers Vestas mit einer Nabenhöhe von 142 Metern steht bald in Holzen. Die Genehmigung ist da.

Foto: Jens Büttner / picture alliance / dpa

Arnsberg-Holzen.  Der Hochsauerlandkreis hat nahe Holzen eine Windenergieanlage vom Typ Vestas V 117 mit einer Nabenhöhe von 142 Metern genehmigt.

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Südlich von Holzen wird in Kürze eine neue Windenergieanlage (WEA) gebaut. Der Hochsauerlandkreis als zuständige Genehmigungsbehörde hat mit Bescheid vom 8. November 2019 „grünes Licht“ gegeben.

Der Genehmigungsbescheid samt Info über die Umweltauswirkungen des Vorhabens ist seit gestern und bis zum 29. November 2019 beim HSK und der Stadt Arnsberg einzusehen (siehe auch Textende). Errichtet und betrieben wird eine Anlage des Typs „Vestas V 117“ – Nabenhöhe 142 Meter, Rotorradius 59 Meter, mit 3300 kw Leistung.

Antragsteller ist das Unternehmen „Windpark Klinksberg-Humberg GmbH“ mit Sitz in Bremen. Der Geschäftsführer dieser GmbH, Dr. Gernot Blanke, ist den Holzenern nicht unbekannt; im Mai 2015 hatte er die Genehmigung von insgesamt sieben WEA in einem „Windpark Holzen“ beantragt; das Hertener Planungsbüro „Naturwerk“ übernahm die Planung.

Die erteilte Genehmigung ist ein Teilerfolg für den Antragsteller, der vor fast genau zwei Jahren einen herben Rückschlag verkraften musste, als fünf der sieben beantragten „Mühlen“ vom HSK abgelehnt wurden (wir berichteten). Kernproblem bei der Analyse der Genehmigungsfähigkeit war von Beginn an das nahe Heranrücken einiger der geplanten Anlagen an vorhandene Wohnbebauung. Einige der WEA wären außerdem einem „BSN“ (Bereich für den Schutz der Natur) – konkret einem Buchenwald – „auf die Pelle gerückt“. Auch die „Beziehungsebene“ der potenziellen WKA-Standorte zum Kloster Oelinghausen hatte seinerzeit zum negativen Bescheid geführt. Die Windpark Klinksberg-Humberg GmbH klagte daraufhin am 18. Oktober 2018 gegen den HSK.

Die nun genehmigte „Vestas V 117“ soll weit südlich von Holzen stehen, wo o. g. Bedenken nicht zum Tragen kommen. Ob der nun in Bremen ansässige Antragsteller im Raum Holzen eine zweite Anlage errichten darf – sieben minus fünf macht ja schließlich zwei – ist derzeit noch offen. „Bei der zweiten Anlage fehlt noch die abschließende Bewertung zum Artenschutz“, heißt es dazu aus dem Kreishaus.

Die nun zu bauende WEA wäre die zehnte im Raum Arnsberg/Sundern, wo aktuell neun Windkraftanlagen in Betrieb sind (mehr dazu auf der Karte).

Wer den Genehmigungbescheid studieren möchte: Er liegt aus bei der Stadt Arnsberg (Fachdienst Umwelt/Ressourcenschutz, Rathausplatz 1, Zimmer 520, Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie Montag bis Donnerstag von 13.30 bis 15 Uhr und bei der Unteren Umweltschutzbehörde/Immissionsschutz des HSK, in Brilon, Am Rothaarsteig 1, Zimmer 233, Montag bis Freitag von 8.30 bis 12 Uhr, sowie Montag, Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 15.30 Uhr und Dienstag von 14 bis 17 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung, .

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