Gottesdienste

Nicht einheitlich: Kirchen setzen auf live und auf streamen

Ein Desinfektionsständer im Eingangsbereich der Neheimer St.-Michael-Kirche. Vor dem Betreten des Kirchenraumes sollen Besucher dort ihre Hände desinfizieren.

Ein Desinfektionsständer im Eingangsbereich der Neheimer St.-Michael-Kirche. Vor dem Betreten des Kirchenraumes sollen Besucher dort ihre Hände desinfizieren.

Foto: Ladage

Arnsberg/Sundern.  Die Pastoralen Räume in Arnsberg und Sundern haben verschiedene Lösungen für Gottesdienstfeiern im Lockdown entwickelt.

Wie feiern die Gemeinden im harten Lockdown bis zum 31. Januar Gottesdienst? Unterschiedliche Lösungen haben die drei Pastoralen Räume in Arnsberg und der Pastorale Raum in Sundern gefunden.

In St. Johannes Neheim/Voßwinkel

In der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist Neheim und Voßwinkel fanden in der Weihnachtszeit keine Präsenzgottesdienste statt. Das ist seit dieser Woche wieder anders. In den kirchlichen Gremien Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand gab es kein eindeutiges Votum für oder gegen Präsenzgottesdienst. Das Pastoralteam hat sich dann für Präsenzgottesdienste entschieden, weil die Erfahrungen aus den vergangenen Monaten "Umsicht und verantwortungsvollen Umgang mit Vorgaben und Auflagen" gezeigt hätten. Zudem sei die Teilnehmerzahl an den Gottesdiensten überschaubar. Man werde jedoch die Entwicklung der Infektionszahlen im Auge behalten.

Für den Gottesdienstbesuch in den Kirchen der Pfarrei St. Johannes Baptist Neheim und Voßwinkel gelten auch die Auflagen Mund-Nasen-Schutz während des gesamten Aufenthalts in der Kirche, kein Gemeindegesang und Abstände zwischen Gruppen aus einzelnen Haushalten. Voranmeldungen zu einzelnen Messen werden im Pfarrbüro auf der Hauptstraße in Neheim (Telefon 02932 22050) entgegengenommen. Einzelne Gottesdienste werden auch weiterhin im Streaming im YouTube-Kanal zu sehen sein.

St. Petri Hüsten

Die Kirchengemeinde St. Petri setzt alle Präsenzgottesdienst bis zum 31. Januar aus. Dort haben die Fallzahlen der Infektionen und die verschärften Maßnahmen in der Corona-Schutzverordnung die kirchlichen Gremien und das Pastoralteam zu dieser Entscheidung bewogen. Bei Beerdigungen und bei Taufen sollen Ausnahmen gelten. Der Sonntagsgottesdienst um 11 Uhr wird weiterhin im YouTube-Kanal der Pfarrei gestreamt.

Pastoraler Raum Arnsberg

Die Gemeindeteams der Propsteipfarrei St. Laurentius Arnsberg und das Pastoralteam haben die Situation erwogen und möchten bis Ende Januar auf Präsenzgottesdienste verzichten. Seit Weihnachten habe man gute Erfahrungen mit den im Internet übertragenen Gottesdiensten aus der Propsteikirche und der Heilig Kreuz-Kirche gemacht und viele gute Rückmeldungen erhalten. Darum werde man daran festhalten: Am Sonntag wird um 11 Uhr die Eucharistiefeier aus der Heilig-Kreuz-Kirche übertragen und um 18.30 Uhr die Eucharistiefeier aus der Propsteikirche. Montag bis Freitag wird jeweils um 18.30 Uhr die Eucharistiefeier aus der Propsteikirche gestreamt. Zudem gibt es ab Sonntag, 17. Januar, zwischen 15 und 17 Uhr die Gelegenheit zum Kommunionempfang in der Propsteikirche, der Liebfrauenkirche in Arnsberg und der Kirche Heilige Familie in Oeventrop.

Nach Anmeldung (Klosterstraße 20-22) besteht zudem in der Propsteikirche die Möglichkeit des Kommunionempfangs. Über die Homepage www.pr-arnsberg.de (Schaltfläche "hier unsere live-Gottesdienste") können Gottesdienst im Internet mitgefeiert werden.

In Sundern

In den katholischen Gemeinden Sunderns hatte man auch in der Weihnachtszeit nicht auf Präsenzgottesdienste verzichtet. Durch die neu gefasste Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen ist die Organisation beim Betreten der Kirche zum Gottesdienst nochmals verschärft worden. Die Gottesdienstbesucher müssen sich zwingend mit Vor- und Zunamen, Adresse und Telefonnummer erfassen lassen. Damit verbunden ist auch eine Einverständniserklärung zu den Regeln verbunden. Um an der Kirchentür Gedränge zu vermeiden, liegen die Formulare schon im Vorfeld als Ausdruck in den Kirchen aus oder können im Internet heruntergeladen werden. Ordner nehmen die Formulare entgegen und sorgen so dafür, dass die maximal zulässige Zahl an Gottesdienstbesuchern nicht überschritten wird. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Pastoralen Raumes Sundern.

Evangelische Kirche

Die Evangelischen Kirchengemeinden Arnsberg, Hüsten und Neheim dass bis einschließlich 31. Januar auf Präsenzgottesdienste verzichten wird. Die Gemeinden folgen damit einer dringenden Empfehlung der Evangelischen Kirche von Westfalen. Auf den Internetseiten der Kirchengemeinden sind Online-Gottesdienste und andere Angebote und Informationen zu finden: https://www.evangelisch-in-arnsberg.de/ oder https://huesten.ekvw.de/ sowie http://www.evkn.de/

In Hüsten ist die Kreuzkirche montags bis samstags tagsüber geöffnet. Im Eingangsbereich liegen Texte zum Mitnehmen bereit. In Neheim gibt es außerdem für jeden Sonntag Gottesdienste to go, die ab Freitagmittag von der Wäscheleine vor der Christuskirche mitgenommen oder auf Wunsch zugesandt werden (Telefon 02932/462520).

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