Pauluskirche Neheim

Pauluskirche Neheim: Neuer Investor bis zum Jahresende

Die inzwischen entwidmete Pauluskirche der evangelischen Kirchengemeinde Neheim. Ein neuer Investor wird am 25. November 2019 bekannt gegeben.

Die inzwischen entwidmete Pauluskirche der evangelischen Kirchengemeinde Neheim. Ein neuer Investor wird am 25. November 2019 bekannt gegeben.

Foto: Achim Benke / WP

Neheim.  Neues zur Pauluskirche in Neheim: Bis Ende 2019 entscheidet das Presbyterium, welcher Investor den Zuschlag für die entwidmete Kirche erhält.

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Während der Gemeindeversammlung der evangelischen Kirchengemeinde Neheim gab Gundl Busse, Vorsitzende des Bauausschusses, einen aktuellen Überblick über die neuesten Bauplanungen zum Grundstück der entwidmeten Pauluskirche an der Graf-Gottfried-Straße. Es gab einen kurzen Rückblick der letzten zwei Jahre. „Bis Ende 2019 entscheidet das Presbyterium, welcher Investor den Zuschlag erhält“, so Busse. Es waren acht Investoren, die sich für das Projekt „Pauluskirche“ interessierten. „Mit drei haben wir konkrete Gespräche geführt, zwei sind letztendlich geblieben“, betont Busse.

Bezahlbarer Wohnraum

Die Voraussetzungen, die das Presbyterium an die Investoren gestellt hat sind: 1. Das Grundstück unterliegt dem Erbbau-Zins (Erbpacht); 2. Kooperation zur Diakonie Ruhr-Hellweg; 3. eine Mischung zum vorhandenen Wohngebiet mit bezahlbarem Wohnraum (Anmerkung der Redaktion): aus urheberrechtlichen Gründen dürfen wir die Pläne nicht abbilden, aber beschreiben). Im Vorschlag 1 bleibt das Kirchengebäude mit Turm erhalten. Weiterhin soll ein zweigeschossiger Flachbau auf dem Vorplatz entstehen. 21 altengerechte Wohneinheiten im Kirchengebäude und im neuen Gebäude sind barrierefrei geplant.

Im 1. Obergeschoss des Kirchengebäudes sollen rechts und links fünf Appartements entstehen (jeweils 65 Quadratmeter für Zwei-Personen-Haushalte). Über einen Laubengang und per Aufzug sind die Appartements erreichbar. Im Erdgeschoss kann eine Tagespflege für zirka 20 Plätze mit einem allgemeinen Begegnungsraum eingerichtet werden. Die künstlerisch gestalteten Fenster und das Eingangsportal sollen erhalten bleiben. Alternativ zur Tagespflege kann man sich weitere Wohneinheiten im Erdgeschoss vorstellen. Im Turm hat ein Büro Platz sowie die Haustechnik.

Die Diakonie sollte zu festen Zeiten im Hause erreichbar sein. Im Neubau sind die restlichen 16 Wohneinheiten geplant. Sie sollen eine durchschnittliche Größe von 50 Quadratmetern bekommen. Sie bestehen aus einem separaten Schlafraum, einem Bad und sind nutzbar für ein oder zwei Personen. Alle Wohnungen haben die gleiche Ausstattung. Kirchengebäude und Neubau sind bautechnisch miteinander verbunden. Die Bewohner können Pflegeangebote der Diakonie sowie hauswirtschaftliche Leistungen hinzubuchen.

Der zweite Investor sieht einen Abriss des Kirchengebäudes vor. Er plant auf dem gesamten Gelände einen Neubau. Das Gebäude soll die Gesamtwirkung der alten Form der Kirche erhalten. Vorgesehen sind 23 Wohnungen von unterschiedlicher Größe. Sie sollen von 42,5 qm bis 65 qm groß sein und gruppieren sich um ein offenes Atrium. Das könnte als Begegnungsraum genutzt werden. Der Wohnungsmix soll sich an Singles, Paare, Kleinfamilien richten. Ein Mix aus Bewohnern mit verschiedenen Bedürfnissen soll erreicht werden. Eine Kooperation mit einem Wohlfahrtsverband kann vereinbart werden. Mieten des sozialen Wohnungsbaus sind an diesem Standort nicht zu realisieren.

Entscheidung über Zuschlag am 19. November 2019

Die Kosten für den Abriss der Pauluskirche (vermutlich 80.000 Euro) müsste die Kirchengemeinde tragen. In der Presbyteriums-Sitzung am 19. November 2019 wird entschieden, wer den Zuschlag bekommt. Am 25. November 2019 wird das Ergebnis in einer Pressekonferenz bekannt gegeben.

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