Produktionsausfall

Schad-Datei: Trilux stellt Server im Hüstener Werk ab

Das Hüstener Trilux-Werk aus der Vogelperspektive.

Das Hüstener Trilux-Werk aus der Vogelperspektive.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Hüsten.  Vermutlich eine Schad-Datei hat zu Netzwerk-Problemen im Hüstener Trilux-Werk geführt. „Es war kein Cyber-Angriff mit Erpressung“, so Trilux.

Zu erheblichen Netzwerkproblemen kam es in der Nacht zum Freitag im Hüstener Trilux-Werk, als möglicherweise eine Schad-Datei ins System eingedrungen war,. Was genau die Probleme verursachte (Ein Trojaner? Ein Virus?), ist noch unklar. Die Folge war jedenfalls, dass man im Hüstener Trilux-Werk nicht über Festnetz telefonieren konnte und auch keinen Mail-Zugang über die Trilux-Adresse hatte. „Auch ein großer Teil der Produktion kam zum Erliegen“, berichtete auf Anfrage unserer Zeitung Joachim Geiger, Marketing- und Vertriebschef bei Trilux.

Da bereits zu früher Morgenstunde - noch vor Beginn der Frühschicht -die Unregelmäßigkeiten im Netzwerk offenkundig waren, seien Mitarbeiter aus Produktion und Verwaltung noch vor Arbeitsbeginn informiert worden, so Geiger weiter. Daher konnte ein Teil der Beschäftigten aus Produktion und Verwaltung frei entscheiden, zur Arbeit ins Werk zu kommen oder nicht. Teilweise konnten in der Produktion aber auch Wartungsarbeiten durchgeführt werden, für die kein Netzwerk-Anschluss nötig ist.

Keine Lieferschwierigkeiten

„Bei den Netzwerkproblemen handelt es sich um keinen Cyberangriff mit Erpressungsversuch. Bei uns sind keine Geldforderungen eingegangen“, betont Joachim Geiger. Die IT-Abteilung arbeite nun mit Hochdruck an der Fehlerbehebung. Zu diesem Zweck sei der Server sicherheitshalber abgeschaltet worden, damit sich mögliche Schadsoftware nicht ausbreiten könne.

Geiger erklärte, dass der Produktionsausfall nicht zu Lieferschwierigkeiten bei Trilux geführt habe. Denn es gebe Lagerbestände, auf die zurückgegriffen werden könne. Auch wurden große Kunden sofort per Smartphone über die derzeitigen Netzwerkprobleme informiert. Auf der Website trilux.com liest man diese Information: „Wir haben Unregelmäßigkeiten in unserem Netzwerk erkannt. Aus Sicherheitsgründen sind daher einige Dienste wie unsere Website und unser Kunden-Portal ,Trilux One’ bis auf Weiteres nicht verfügbar. Wir arbeiten gerade mit Hochdruck an der Lösung des Problems. Ihren persönlichen Ansprechpartner bei Trilux können Sie derzeit über das Mobiltelefon erreichen.“ Infos über Trilux-Produkte waren am Freitag über die Website nicht abrufbar.

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