Niedereimer

Vereinsring Niedereimer befürchtet ein Vereinssterben

Der Arnsberger Ortsteil Niedereimer

Der Arnsberger Ortsteil Niedereimer

Foto: Hans Blossey

Niedereimer.  Weil das Engagement viele DorfbewohnerInnen in Vereinen und Gremien nachlasse. Selbst eine Kirchenschließung könnte drohen.

Rückblick auf ein positiv verlaufenes Jahr 2018, aber ein sorgenvoller Blick in die Zukunft: Befürchtet man doch auch vor Ort das Aus für so manchen Verein beziehungsweise für manches Gremium. Im schlimmsten Fall könnte sogar eine Schließung der Kirche drohen. So lässt sich die Quintessenz aus der Frühjahrssitzung des Vereinsrings Niedereimer beschreiben.

Denn in der Sitzung erläuterte SGV-Vorsitzender Bernd Kremer nochmals die derzeit prekäre Situation der SGV-Abteilung Niedereimer, der die Auflösung drohe, wenn sich kein neuer Vorstand findet.

Immer weniger Frauen und Männer engagieren sich

Mit dieser Situation steht der SGV allerdings in Niedereimer nicht alleine. Auch der Posten des Führers der 2. Kompanie der Stephanus-Schützen ist gegenwärtig verwaist. Ebenso fehlen in den Gremien der Kirchengemeinde St. Stephanus - konkret in Kirchenvorstand und Gemeindeteam – Leute, die sich einbringen. Im schlimmsten Fall, so die Befürchtung, sei als Konsequenz sogar eine Kirchenschließung möglich.

So gingen später viele TeilnehmerInnen der Sitzung mit dem beängstigenden Gefühl nach Hause, dass auch im rund 1880 Einwohner großen Niedereimer ein „Vereinssterben“ drohen könnte, da immer weniger Frauen und Männer bereit sind, sich entsprechend zu engagieren.

Aber gute Resonanz auf Veranstaltungen in 2018

Die Resonanz auf die Veranstaltungen des letzten Halbjahres 2018 jedoch bezeichnete Vereinsringsvorsitzender Elmar Bertram allerdings als gut. Als besonderen Höhepunkt nannte er hier den kleinen Weihnachtsmarkt auf der Friedrichshöhe.

Aber auch für 2019 stehen wieder interessante Angebote im Terminkalender. Wie das Mehrgenerationenfest unter Mitwirkung von SMS-Chor und Jugendorchester am 29. Juni, die traditionelle Seniorenfahrt am 13. September und der Martinstag am 9. November mit Abschluss am Stephanushaus. Dabei erhoffen sich die verantwortlichen Organisatoren wieder eine rege Beteiligung aus den Reihen der Bevölkerung.

„Begrüßungsheft“ für NeubürgerInnen wird fertiggestellt

Beim Punkt Verschiedenes kam die Trennung von Arbeitskreis Dorfgeschichte und Vereinsring auf den Tisch (wir berichteten). Durch die Schaffung eines „Kulturvereins“ seien die Versicherungsfragen zunächst einmal geklärt.

Nun soll den Vereinen in der Herbstsitzung eine überarbeitete Geschäftsordnung als Satzung eines nicht ehrenamtlich geführten Vereins vorgelegt werden.

Zudem kam das Thema Dorfkonferenz nochmals zur Sprache. Auch hier soll es nach Willen der Verantwortlichen weitergehen. So werde das „Begrüßungsheft“ für die NeubürgerInnen bis zum Dorfrundgang mit dem Ortsheimatpfleger Anfang Mai erstellt.

Auch in den Arbeitsgruppen ist nur wenig Leben

Ebenso möchte man die Aktivitäten in den einzelnen Arbeitsgruppen neu anstoßen und damit entsprechend beleben. Denn: Derzeit sei - löbliche Ausnahme sind die Jugendlichen- nur wenig Leben in den Arbeitsgruppen zu spüren.

Arg kritisiert wurde in der Frühjahrssitzung die Terminüberschneidung zweier großer Gruppierungen Ende August. Hier müsse an gegenseitiger Rücksichtnahme und Absprache dringend gearbeitet werden, damit solche Mängel erst gar nicht auftreten, so die Forderung.

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