FÖRDERSCHULE

Balves Rat einstimmig für Erhalt der Förderschule Hemer

Die SPD hatte im Rat einen Offenen Brief pro Förderschule Hemer eingebracht. Am Ende stimmten alle Fraktionen zu.

Die SPD hatte im Rat einen Offenen Brief pro Förderschule Hemer eingebracht. Am Ende stimmten alle Fraktionen zu.

Foto: Archiv

Balve.   Die SPD hatte einen Antrag für den Erhalt der Brabeck-Förderschule im Rat eingebracht. Daraus wurde ein Offener Brief. Wie die Debatte lief.

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Die Entscheidung über die Zukunft der Brabeck-Förderschule ist verschoben worden. Die SPD-Kreistagsfraktion meldete in einer gemeinsamen Sitzung von Schul- und Bauausschuss Klärungsbedarf an. Beim Kreisausschuss steht das Thema am 4. Oktober auf der Tagesordnung. Das teilte Kreis-Sprecher Hendrik Klein am Donnerstag mit. Zuvor hatte sich der Balver Rat in einem Offenen Brief einstimmig für den Erhalt des Teilstandortes Hemer eingesetzt.

Die Brabeck-Förderschule ist die einzige Förderschule im Nordkreis. Sie hat drei Teilstandorte: neben Hemer Iserlohn und Letmathe. Bisher ist sie eine kommunale Schule. Zur Diskussion steht eine Übernahme durch den Märkischen Kreis. Ebenso steht zur Debatte, den Teilstandort Hemer aufzugeben. Die Brabeck-Schule hat mehr Schüler als die gesetzlich vorgegebene Mindestzahl.

Den Offenen Brief des Balver Rates hatte die SPD per Antrag ins Spiel gebracht. SPD-Ratsfrau Sigrid Schmidt hatte die Lage beschrieben. Derzeit lernen fünf Balver Kinder in Hemer. Sie werden im Schulbus gebracht und geholt.

Hemer gibt Geld für Schul-Modernisierung

Einen Wortlaut für die Balver Erklärung hatten die Sozialdemokraten nicht vorgeschlagen. Sie setzten auf die Formulierung einer fraktionsübergreifenden Erklärung im Rat.

Die SPD war gegen eine Schließung des Teilstandortes Hemer. Sie wollte den Kindern keine weitere Fahrzeit zumuten – angesichts ohnehin langer Strecken. „Die Kinder, die zur Brabeck-Schule fahren, haben Lernschwierigkeiten“, sagte Sigrid Schmidt, „da sorgt jeder Kilometer mit dem Bus für zusätzlichen Stress.“ Zudem sagte sie, Hemer wolle die Schule mit 1,7 Millionen Euro modernisieren. Unterstützung erhielt die SPD von UWG und CDU.

Zweifel am Sinn der Inklusion

Zugleich gab es im Rat auch eine grundsätzliche Debatte über den Sinn von Inklusion. Mit Inklusion ist die Einbeziehung behinderter Kinder in den Standard-Schulbetrieb gemeint. Als behindert gelten auch Mädchen und Jungen mit Lern- oder Erziehungsschwierigkeiten. Der Rat war fraktionsübergreifend der Ansicht, dass eine Förderschule besser für die Betroffenen geeignet sei als Unterricht in einer Regelschule.

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