SCHULAUSSCHUSS

Darum erhält Balves Kultur keinen Blanko-Scheck

SPD-Ratsfrau Sigrid Schmidt - hier in ihrem Tauchladen - macht sich für Kulturförderung stark.

SPD-Ratsfrau Sigrid Schmidt - hier in ihrem Tauchladen - macht sich für Kulturförderung stark.

Foto: Sven Paul / WP

Balve.  Wie soll Balve die heimische Kulturszene fördern? Klar wurde im Schulausschuss nur: Einen Blanko-Scheck soll es nicht geben,

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Wie soll die Stadt Balve künftig die Kultur-Arbeit vor Ort fördern? SPD-Ratsfrau Sigrid Schmidt beantragte im Schulausschuss, im kommenden Jahr acht Promille des städtischen Haushaltes zur Förderung von Kulturprojekten bereit zu stellen. Die Kosten der freiwilligen kommunalen Leistungen bezifferte sie auf 44.800 Euro. Die Förderrichtlinien solle der Ausschuss bestimmen. Sigrid Schmidt hatte die Rechnung allerdings ohne CDU und UWG gemacht.

Theodor Willmes von der Union signalisierte postwendend, er sei gegen eine Blanko-Förderung. Anders hätte er es gesehen, wenn das zusätzliche Geld von vorn herein an fassbare Vorhaben geknüpft worden wäre.

Haushaltspolitische Bedenken

UWG-Fraktionschef Lorenz Schnadt argumentierte gegen die beantragte zusätzliche Ausgabe mit haushaltspolitischen Bedenken. Schon jetzt sei im städtischen Etat ein Minus von einer Million Euro zu erwarten, sagte er. UWG-Ratsherr Heinrich Stüeken indes zeigte durchaus Sympathie für die SPD-Initiative. Kultur sei ein „ganz, ganz wichtiger weicher Standort-Faktor“; Kultur solle „nicht nach Kassenlage“ gefördert werden.

Schließlich wurde der Antrag mit CDU-Mehrheit abgelehnt. Die SPD unterstützte Sigrid Schmidt erwartungsgemäß. Die UWG enthielt sich.

Keinen Erfolg hatte Sigrid Schmidt auch mit ihren Antrag, Vereinen die Sportstätten-Nutzung kostenfrei zu stellen. Theodor Willmes nannte die „jetzige Regelung gerecht“. Heinrich Stüeken war für eine Verringerung der Entgelte. Für eine Streichung war er nicht.

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