UMWELTAUSSCHUSS

Klimapreis in Balve mit guter und schlechter Nachricht

Der Vorstand der Sokola.de mit Ortsvorsteherin Barbara Wachauf (3. von rechts): Der Trägerverein des Kulturzentrums setzt auf Teamarbeit.

Der Vorstand der Sokola.de mit Ortsvorsteherin Barbara Wachauf (3. von rechts): Der Trägerverein des Kulturzentrums setzt auf Teamarbeit.

Foto: Sven Paul / WP

Balve.  Der Klimapreis 2019 von Energieunternehmen Innogy und Stadt Balve ist am Dienstagabend verliehen. Das gab es eine mittelerfreuliche Überraschung.

Ein Blick in die Zuschauerränge des Sitzungssaales im Rathaus reichte, um die Frage zu beantworten, wer in diesem Jahr den Klimapreis gewinnt. Michael Grote, Friedel Lazer und Christoph Rapp von der Sokola.de in Langenholthausen saßen einträchtig nebeneinander. Nur wenig später überreichte ihnen Johannes Kobeloer vom Energieunternehmen Innogy eine Urkunde. Der Klimapreis 2019 ging an das Kulturzentrum in Langenholthausen. Auch wenn die Drei erwartungsgemäß strahlten, wurde die Preisverleihung durch eine bittere Erkenntnis getrübt. Die Zahl der Bewerber war unerfreulich übersichtlich.

UWG-Fraktionschef Lorenz Schnadt, am Dienstagabend Vorsitzender des Ausschusses Umwelt, Planung, Bau, hatte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl gemacht: „Wir haben eine gute und eine schlechte Nachricht: Wir haben einen neuen Preisträger. Aber die Beteiligung hätte größer sein können.“

Das Unternehmen

Johannes Kobeloer rief den Ausschuss-Mitgliedern die Basis-Fakten ins Gedächtnis: Den Klimapreis gibt es bereits seit 1995. Insgesamt förderte der Energie-Riese 6500 Projekte in 450 Städten im Vertriebsgebiet.

Auch der Mann vom Kommunalen Partnermanagement des Energie-Versorgers redete seine Enttäuschung über die maue Beteiligung keineswegs klein. Zugleich aber betonte er: „Die Qualität hat nicht gelitten.“

Der Preisträger

Sokola.de-Vorständler Michael Grote betonte in seiner Dankesrede, der Verein sich nicht um Fördermittel für Investitionen beworben. Vielmehr sei es dem Verein beim Umbau von Langenholthausens Grundschule darum gegangen, durch den Einsatz umweltfreundlicher Materialien langfristig Energie-Kosten zu sparen.

Das Konzept

Wie hat der Verein sein Ziel erreicht? Die Mitglieder der Sokola.de erneuerten zunächst gemeinsam mit heimischen Handwerkern die Fenster des Gebäudes am Mittelweg. Zudem erhielt es eine Wärmedämmung. Auch die Heizungsrohre sollen das Haus wirksam und wirkungsvoll wärmen. Obendrein wurde die Beleuchtung der Sokola.de auf die energiesparende LED-Technologie umgestellt.

Michael Grote konnte sich einen Seitenhieb auf die verbreiteten Kosten-Explosionen bei Bauprojekten der öffentlichen Hand nicht verkneifen: „Wir sind nach wie vor im Finanzrahmen.“ Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die Mannschaft der Sokola.de 2014 mit dem Umbau startete. Michael Grote erklärte auch, warum das Vorhaben so kostengünstig umgesetzt wurde: „Es ging nur, weil ordentlich Eigenleistung eingeflossen ist.“ Wichtiger noch als Urkunde und Dankesworte dürfte das Preisgeld sein: 1000 Euro.

Das Jubiläum

In wenigen Tagen hat der knapp 400 Mitglieder starke Trägerverein der Sokola.de einen weiteren Grund zu feiern. Am Mittwoch, 11. Dezember, steht das Fünfjährige an.

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